Monatsarchiv: Februar 2009

I have a dream.

Vorhin erhielt ich wieder einen dieser Anrufe. Einen dieser Anrufe, bei denen die unbekannte/verborgene/unterdrückte Nummer einen schon erahnen lässt, was da kommt. Trotzdem bin ich drangegangen…

„Sehr geehrter Herr…, mein Name ist…, ich rufe an im Auftrag von…, es geht um…, Ihre Meinung dazu ist uns wichtig…, hätten Sie vielleicht ein paar Minuten Zeit…, könnten Sie uns einige Fragen beantworten, es dauert nicht lange…“

NEIN!

Ich lege nie direkt auf, weil es unhöflich wäre und die Typen ja auch nur ihren Job machen. Aber manche von denen sind schlimmer als mein Sohn, der ein NEIN auch immer als ein VIELLEICHT auslegt bzw. denkt, wenn er noch penetranter nach etwas verlangt, dass er es dann irgendwann schon bekommen wird. Allerdings spricht er dabei zum Glück nicht in diesem unmöglichen Prestissimo-Attacca-Stil.

Jedenfalls: Warum ist eigentlich noch kein Telekommunikationsunternehmen auf die Idee gekommen, einen Spam-Filter für solche Anrufe anzubieten. Die Umsetzung müsste doch ziemlich einfach zu bewerkstelligen sein und Kunden gäbe es bestimmt auch zur Genüge.

Ich stelle mir das ungefähr so vor: Wie bei meinem E-Mail-Spam-Filter (Bindestrichmonster…) gebe ich zunächst alle Kontakte an, die sicher sind. D.h., wenn mich eine Person anruft, die in meiner Kontaktliste als „sicher“ eingestuft ist, wird der Anruf durchgelassen und mein Telefon klingelt. Werde ich von einer Person mit unbekannter Nummer (also einer Nummer, die nicht in meiner Kontaktliste steht) angerufen oder es wird keine Nummer gesendet, weil sie unterdrückt wurde, dann hört die anrufende Person kein Freizeichen, sondern eine Ansage, die da lauten könnte: „Hat Ihr Anruf einen kommerziellen Zweck?“. Wenn die Antwort „Ja“ lautet – geschenkt. Wenn sie „Nein“ lautet, wird die Person „durchgestellt“. War das „Nein“ aber eine Lüge – Anzeige. Anrufer, die ihre Nummer unterdrücken, würden zudem noch aufgefordert werden, ihre Nummer anzugeben (und ggf. den Grund des Anrufs), damit sie zurückgerufen werden könnten. Verweigern sie die Angabe – Ende. Auf diese Weise müsste man sich nicht mit Werbe-, Droh- und sonstigen überflüssigen Anrufen rumärgern.

Das Leben könnte so schön sein…

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Waterloo(ser)

Da schwimmt Michael Phelps ein Mal abseits des Mainstream – und schon gibt’s eins aufs Dach! Sich mit einer Wasserpfeife fotografieren zu lassen, als größter bisher nicht überführter Dopingsünder Olympionike aller Zeiten, das geht auch nicht.

Die Strafen, die nun aber gegen ihn verhängt werden, finde ich aber schon ein wenig übertrieben. Dass er für 3 Monate gesperrt wird, ist schon bitter, aber ja noch zu verkraften. Aber das hier ist zu hart:

Wie der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag weiter berichtete, werde Phelps in dieser Zeit auch keine finanzielle Unterstützung erhalten.

Der arme Junge! Wenn sein Manager letztes Jahr geahnt hätte, was da auf ihn zukommt, hätte er dieses Statement vielleicht nie abgegeben:

Sein Manager Peter Carlisle hatte im Dezember gesagt, sein Klient könne in seinem Leben mehr als 100 Millionen Dollar verdienen.

Jetzt werden es vielleicht doch nur $ 99.995.000. Rechnet man diese Summe in Euro um, wäre Phelps in Deutschland schon potentieller Hartz-IV-Empfänger.

Iss – oder bleib dick.

Ich finde, die Diät-Ideen, die es so gibt, gehen von einem falschen Ansatz aus. Iss, was dir schmeckt, aber bewusst, oder gleich nur die Hälfte. Oder: Verzichte nach 18 Uhr auf alles, und wenn das nicht geht, dann zumindest auf die Kohlenhydrate. Etc. – Ist doch alles Killefitz!

Da wir uns unser Essen i.d.R. nicht mehr im Angesichte unseres Schweißes erarbeiten und es auch nicht erjagen müssen, wie unsere aussterbenden Erd-Untermieter, hauen wir uns das Zeug nur so rein, und zwar mehr, als wir beim Sitzen wieder von den Rippen schwitzen (und wieder zeigt sich, dass nicht alles, was sich reimt,  gut ist).

Daher plädiere ich für ein neues Konzept. Ein Hersteller sollte so etwas wie Astronauten-Nahrung auf dem Markt bringen. Also etwas, das in möglichst kompakter Form alles beinhaltet, was wir zum Überleben benötigen. Mit dem kleinen Haken, dass das Zeug wie Brechmittel schmecken muss.

Der Sinn ist klar. Ich würge das Zeug runter, weil ich nicht verhungern will, esse aber nur so viel, dass ich nicht kotz** muss. Zusätzlich dazu noch ein wenig Sport treiben und nach einem halben Jahr ist der Adonis-Körper fertig.

Wenn das Zeug dann zudem aus den USA kommt, kannst du es hierzulande für das 500-fache seiner Produktionskosten verhökern und bist ein gemachter Mann. Bin gespannt, wann Astro-Würg-Food den Markt erobert…

Künstlich

Wäre meine liebe Freundin Resi nicht gewesen, ich hätte mein Abitur wahrscheinlich nicht (beim ersten Anlauf)  bekommen. Denn weil ich einfach zu schlecht war für den Chor (noch heute sehe ich mich vor dem Klavier in der Aula stehen, höre mich einen Dreiklang rauskrächzen und den Zeremonienmeister anschließend sagen: „Schöne sonore Stimme, Marek, aber du kannst leider nicht singen.“ Mein ganz persönlicher DSDS-esker Schicksalstag… aber ich brech‘ hier mal ab, der Klammer-Einschub-Satz wird zu lang.) , musste ich in der 11 Kunst wählen.

Und wer mich schon mal malen oder zeichnen gesehen hat, der weiß, dass ich es mit Ach und Krach hinbekomme, einen Würfel nicht wie die Quadratur eines Kreises aussehen zu lassen. Wäre Resi also damals nicht meine Ghost-Painterin gewesen, es hätte wohl eine 6 gegeben.

Jedenfalls: Sollte Edgar Müller kein Abitur haben, dann hat er es bestimmt nicht wegen einer 6 in Kunst nicht bekommen (Merke: ein Nicht-Nicht in einem Satz ergibt nicht immer ein „doch“). Denn dieses Handwerk beherrscht er, wie ich finde…

edgar_mueller

edgar_mueller032

(via: illusion.scene360)

So hab ich jedenfalls noch keinen die Domplatte  verschandeln verzieren sehen. Wird wohl aber auch am Kreideverschleiß liegen…

Neue Freunde kennenlernen.

Geht das eigentlich? Habe vorhin von der Bahn aus ein Werbe-Plakat für irgendeine Sprachschule gesehen, auf dem damit geworben wurde, dass man als Mitglied auf der ganzen Welt „neue Freunde kennenlernen“ könne.

Freundschaften werden geschlossen, Freunde findet man. So dachte ich zumindest. Aber was soll’s.

Apropos Freunde: Die Nichte meiner besten Freundin erhält seit ein paar Wochen Gesangsunterricht und hat nun ihre Interpretation von David Bowies Song „Life On Mars“ veröffentlicht.

Wüde mich interessieren, wie euch ihre Version gefällt…

Update: Ich weiß zwar nicht, warum, aber das Video wurde inzwischen gelöscht. Tja. Ein No-Hit-Wonder eben.