Definitionssache

Laut Wikipedia handelt es sich bei einem Artikel um eine journalistische (informierende) Darstellungsform:

Journalistische Texte machen nach Michael Haller Aussagen über Vorgänge in der Welt außerhalb des Kopfs desjenigen, der die Aussage macht. […]

Nachrichten und Berichte zu schreiben ist das journalistische Kernhandwerk. Die Auswahl der Themen erfolgt nach dem Nachrichtenwert, der sich zusammensetzt: a) aus der Aktualität und b) aus dem Wissens-, Unterhaltungs- und Nutzwert. Mehr als alle anderen Darstellungsformen sind Nachrichten und Berichte am Ziel der Objektivität orientiert; sie müssen sich jeder Wertung enthalten.

O.K. Und was sagt Wikipedia über Werbung:

Werbung dient der gezielten und bewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken. Der Werbende spricht Bedürfnisse teils durch emotionale, teils informierende Werbebotschaften zum Zweck der Handlungsmotivation an. Werbung appelliert, vergleicht, macht betroffen oder neugierig.

So, das wäre also klar. Und nun meine Frage an alle Leser dieses Blogs: Worum handelt es sich bei diesem Text aus der Feder von Guido Hartmann:

In sieben Jahren 13 000 neue Kunden

Von Guido Hartmann 16. November 2008, 01:43 Uhr
Die Firma Euroweb entwickelt Internetseiten für den Mittelstand

Von der Zentrale in Düsseldorf-Heerdt haben die Mitarbeiter von Euroweb einen herrlichen Blick über die Landeshauptstadt und Umgebung. „Angefangen haben wir mit fünf Mann in einem Büro in Oberkassel“, sagt Mitgründer Daniel Fratzscher (39). Heute sitzt Euroweb auf 1700 Quadratmetern Bürofläche, weitere 1000 Quadratmeter sollen im kommenden Jahr hinzugemietet werden.

Seit der Gründung im Jahr 2001 hat die Full-Service-Agentur eine rasante Entwicklung genommen. Allein in der Landeshauptstadt beschäftigt Euroweb an die 100 Mitarbeiter, die meisten sind Webdesigner. Vor sieben Jahren hatten der gebürtige Bonner Daniel Fratzscher und sein früherer Arbeitskollege Christoph Preuß (36) eine Nürnberger Internet-Firma aus der Insolvenz übernommen, mit etwa 1000 Kunden. „Wir haben dann das Portfolio geändert und auf individuelle Internet-Seiten umgestellt“, sagt Diplom-Kaufmann Fratzscher. Heute hat Euroweb an die 14 000 Kunden, in Deutschland, Österreich und Frankreich.

Denn die übernommene Firma hatte auf sogenannte Baukasten-Seiten gesetzt, die der Kunde mit Hilfe eigener Klicks selber zusammen bauen sollte. „Wir machen hingegen alles für den Kunden“, sagt Diplom-Ingenieur Christoph Preuß. Also vom Einrichten der Seite über das Pflegen und die Installierung von Update-Dateien. Voraussetzung ist ein Dienstleistungsvertrag über vier Jahre, für den im Schnitt monatlich 130 Euro fällig sind. In Berlin hat Euroweb einen weiteren Standort mit etwa 40 Designern, bundesweit beschäftigen die Düsseldorfer mittlerweile über 300 Menschen. Auch in Österreich und Bulgarien – dort gibt es ein Software-Entwicklungszentrum – hat Euroweb Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt des Geschäfts ist es auch, regionale Firmen bei Suchmaschinen wie Google und Yahoo auf den oberen Plätzen unterzubringen. Beispiel: „Wenn Sie in Berlin bei Google eine Umzugsfirma oder einen Anwalt suchen, dann sorgen wir für unseren Kunden dafür, dass er ganz oben auf der Ergebnisliste landet.“ Dieser Service kostet den Kunden im Schnitt 400 Euro im Monat.

Dafür kann Euroweb über die Auswertung spezieller 0800er-Nummern auf den Seiten auch genau belegen, wie viele Kunden ein Unternehmen über diesen Service neu hinzugewinnt. In diesem Bereich ist Euroweb mittlerweile auch in Frankreich und Österreich auf dem Markt. Kunden sind hier vor allem Freiberufler, Handwerker und Mittelständler. Und ein drittes Standbein ist die Erstellung von Image-Filmen, die dann auf den Internet-Seiten der Kunden angeboten werden. 40 bis 50 dieser Filme werden bislang im Monat produziert, der Bereich soll jedoch weiter ausgebaut werden. Daneben werden etwa 400 Webseiten im Monat an den Mann gebracht. „Der Markt ist aber noch riesig“, sagt Geschäftsführer Preuß. In Deutschland gebe es noch drei Millionen Firmen und damit potenzielle Kunden. „Wir sind mittlerweile mit Abstand der größte Anbieter in diesem Bereich“, sagt Preuß. Daneben seien überwiegen kleinere Werbeagenturen aktiv, die für ihre Kunden Internet-Seiten einrichteten.

Zuletzt machten Preuß und Fratzscher mit ihrer Firma einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. „Wir werden auch 2008 weiter zweistellig wachsen“, sagt Preuß.

Mittlerweile ist Euroweb bei den Mediaagenturen bundesweit Nummer sieben, in NRW sind sie der größte Private, nach so großen wie der Telekom-Tochter T-Systems. Für diesen Erfolg wurde Euroweb unlängst mit dem Düsseldorfer Unternehmerpreis ausgezeichnet.

Auch bei der Ausbildung sind die Düsseldorfer führend. Derzeit hat Euroweb 46 Auszubildende zu Mediengestaltern sowie „Wir haben bislang alle Lehrlinge im Anschluss übernommen“, sagt Preuß.

Im kommenden Jahr wird Euroweb die Footvolley-WM sponsern, die im Juni am Düsseldorfer Rheinufer stattfinden wird. „Das ist ein junger und sehr dynamischer Sport“, sagt Christoph Preuß. Eben ganz so, wie sich die Gründer von Euroweb mit ihrem jungen Team auch sehen.

Ganz schön schwierige Frage, oder? Da waren diese drei Fälle etwas einfacher zu entscheiden. Robert, bei dem ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden bin, hat sich seine Meinung bereits gebildet.

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