Leuchten (in) der EU

Die EU-Verantwortlichen reglementieren wieder… Dieses Mal haben sie sich überlegt, Motorrad-Standards auf Autos zu übertragen:

Alle neu zugelassenen Personenwagen und leichten Nutzfahrzeuge müssen von Februar 2011 an in der Europäischen Union (EU) mit speziellen Tagfahrleuchten ausgerüstet sein. Eine entsprechende gesetzliche Regelung hat die Europäische Kommission am Mittwoch angenommen. Im August 2012 soll die nur für die Frontbeleuchtung vorgesehene Verpflichtung auf alle Nutzfahrzeuge ausgedehnt werden.

Im Klartext: Man fordert ein Dauerlichtbetrieb, 24/7, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Mittag, Nacht: EGAL!

Ich vermute, viele Politiker erhoffen sich dadurch Einsparungen im Strassenverkehr, weil man dann nämlich in Zukunft auf die Hinweisschilder vor Tunneln verzichten könnte, die dazu auffordern, das Licht einzuschalten.

Das Ganze hat aber – natürlich! – auch noch einen sicherheitsrelevanten Aspekt:

Es sei damit zu rechnen, dass allein durch die Verpflichtung die Zahl der Todesopfer auf Europas Straßen um „mehrere tausend“ sinke, hieß es in der Kommission. […] Ihr Vorteil gegenüber dem klassischen Abblendlicht besteht darin, dass es entgegenkommende Fahrzeuge und Fußgänger weniger blendet.

Wenn also in Zukunft ein Passant von einem Maniac umgesäbelt wird, dann sieht er vorher wenigstens, auf wessen Motorhaube er sich befindet. Könnte ja durchaus vor Gericht wichtig sein, falls er den Bums überlebt.

Liebe EU-Abegordnete – gönnt euch doch bitte mal ein verlängertes Sommerloch!

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