Wunsch-Angestellter

Wenn ich einen Job zu vergeben hätte, für den man enorm starke Nerven und einen kühlen Kopf bräuchte, bei dem man auch mal Entscheidung fällen können müsste, die wehtun, und bei dem man auch unter enormsten Druck imstande sein müsste, sachlich und ruhig zu agieren – dann würde ich den Job David Wilson geben!

Dieser 38-jährige Aussi kenterte beim Kajakfahren, wurde dabei von der Strömung unter einen Baum gedrückt und drohte zu ertrinken. Ganz wie im „Alle meine Entchen“-Lied, hing er mit seinem Köpfchen unter Wasser und versuchte verzweifelt,

sich aus dem engen Cockpit seines Bootes zu winden. Aber die Strömung des Kiewa war so brutal, dass er sich kaum drehen und wenden konnte. Eine Richtung ging – und da waren die Beine im Weg. Jetzt wurde die Luft langsam knapp. Verzweifelt stemmte er sich noch einmal gegen die Strömung – keine Chance. […] Gegen die Gewalt des Wassers kam er nicht an – aber wenn er diese Kraft nutzte, um seine Beine zu brechen? Er hatte nur noch Sekunden. Stemmte sich wie zuvor gegen den Rand des Boots, das ihn gefangen hielt. Lehnte sich weiter in die Strömung. „Ich versuchte, den Hebel so groß zu machen, wie es nur ging. Und hoffte, dass die Beine brechen würden.“ […] Die letzten Sekunden seines Lebens liefen. Und dann knackten die Knochen im linken Bein, knapp unterhalb des Knies, Schienbein und Wadenbein, glatt durch.

Dass die Tortur für ihn an dieser Stelle noch nicht zu Ende war, interessiert hier nicht weiter, denn den Job würde er auch so schon von mir bekommen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s