Rat-Tatoui

Was hat man hierzulande nicht lauthals geschimpft, als SPD-Senator Thilo Sarrazin den Verbrauchern, die unter den steigenden Energiepreisen leiden, riet, die Temperaturen in ihren Zimmern zu drosseln und sich dicke Pullover anzuziehen.

Nicht auszumalen was passiert wäre, wenn er den Leuten, die sich über die hohen Lebensmittelpreise beschweren, vorgeschlagen hätte, einfach Ratten zu essen! Immerhin: In Berlin leben schätzungsweise 3-6 Millionen Ratten. Bei einer Einwohnerzahl von knapp 3.5 Millionen Menschen, entfiele auf jeden Berliner eine Ratte. Ein kleiner Snack für jeden und die Stadt ist sauber. Prima Sache! Tolle Lösung! Positiver Nebeneffekt: Mögliche, durch Ratten verursachte Schäden könnten so vermieden werden. Erfolg auf ganzer Linie!

Bei einem solchen Vorstoß würde Herrn Sarrazin dann bestimmt Zuspruch von Bihars Sozialminister Jitan Ram Manjhi bekommen. Aus dessen Sozialministerium verlautete nämlich:

„Der Verzehr von Ratten verhindert zum einen, dass die Ratten die Getreidevorräte fressen, zum anderen wird weniger Getreide verbraucht.“

und weiter:

Rattenfleisch ist eine gesunde Alternative zu teurem Getreide und Reis.

Von der Pest zu den Borrelien – was soll’s. Stört doch heute eh keinen mehr. Ob ich mir nun eine Ratte brate und danach den Abgang mache oder mir Pommes inklusive Glycidamid reinschmeiße, macht doch keinen Unterschied, oder? Nach all den Nahrungsirrtümern, denen ich jahrelang aufgesessen bin, esse ich nun ohnehin nur noch das, was mir schmeckt! Und wenn’s sein muß, dann auch das, was meine Frau kocht…

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