Kunde, erBARMER dich unser!

Schon interessant, wofür die Barmer Ersatzkasse die Mitgliederbeiträge verplempert Geld benutzt hat, das angeblich aus ihrem gesetzlich begrenzten Marketingetat gestammt haben soll. Nämlich, um sich die Treue ihrer Kunden zu erkaufen oder anders ausgedrückt: um abwanderungswillige Barmer-Geschädigte mit einer „Bleibeprämie“ zu bestechen.

25.000 Mitglieder, die der Barmer den Rücken kehren wollten, wurden kurzerhand zu „Serviceberatern“ gemacht. Dafür kamen die Versicherten in den Genuss einer Prämie in Höhe von bis zu 220 Euro.

Dafür mussten sie sich einerseits bis Ende 2009 an die Barmer binden – und andererseits an Umfragen teilnehmen. Nach Angaben von Vorstandschef Johannes Vöcking hat dieses „Serviceberater-Programm“ insgesamt 3,7 Millionen Euro gekostet.

Nun wundert es mich auch nicht, dass die Beiträge für Selbstständige und Freiberufler bei der Barmer bei 300 Euro und mehr liegen. Die Barmer selbst will von unfairem Wettbewerb oder Geldverschwendung natürlich nichts wissen:

Für die Ersatzkasse sind diese Maßnahmen völlig legal. Es gehe darum, mit wissenschaftlicher Hilfe zu erforschen, warum Mitglieder eine Kasse verlassen wollen […].

Wieder einmal zeigt sich, wie die Leute in Deutschland verarscht werden sollen. Wenn die bei der Barmer wissen wollen, warum Leute abhauen, dann brauchen die nur mal kurz bei den inkompetenten Scharlatanen nachzufragen, die bei ihnen an der Hotline oder in den Abteilungen für das „Schadenmanagement“ sitzen und einem nichts sagen, was man nicht ohnehin schon weiß und nur das bestätigen, was man vorher selbst mühselig in Erfahrung gebracht hat.

Praxistest: Jeder, der Lust hat, soll mal bei der Barmer anrufen, sagen, er sei Selbständig oder freiberuflich tätig und läge unterhalb des für diese Gruppe vorgesehenen Einkommensminimums. Zudem hätte er ein Kind. Wenn er dann nicht sofort darauf hingewiesen wird, dass er einen „Antrag auf Beitragsentlastung für freiwillig versicherte Selbständige“ ausgefüllt einschicken und diesem die Geburtsurkunde des Kindes beilegen sollte, damit das Kind bei der Beitragsberechnug zur Pflegeversicherung berücksichtigt werden könne, dann ist er sehr wahrscheinlich bei Frau R.L., M.H. oder einer anderen hilfsbereiten Barmer-Spezialkraft gelandet und soll auch der Barmer-typischen Taktik zum Opfer fallen!

Übrigens: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Barmer noch andere Möglichkeiten ausprobiert als die oben beschriebene, um Versicherte zum Verbleib zu „motivieren“: Sie akzeptiert z. B. einfach die Kündigung nicht und droht stattdessen mit einem Gerichtsverfahren…

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