Blog du mir, zahl ich dir.

Seit ich mich mit Blogs beschäftige und erst recht seit ich selbst einen Blog betreibe, denke ich immer wieder über folgende Frage nach: Kann ein Blogger eigentlich Kapital daraus schlagen, wenn er auf eine fremde Seite verlinkt, ohne dass der Betreiber der verlinkten Seite dies weiss oder explizit wünscht?

Stellt euch mal folgendes Szenario vor: Ich finde ich Web eine witzige Seite oder ein lustiges Video, z.B. http://www.superwurst.info. Und weil ich diese Seite oder das Video so toll finde, schreibe ich (natürlich wohlwollend) in meinem Blog darüber. Ich bin zufällig A-/B- oder meinetwegen auch C-Blogger und habe im Schnitt so viele Leser wie der IKEA-Katalog. Und alle von ihnen besuchen nach der Lektüre meines Artikels die besagte Seite. Deren Traffic schießt in die Höhe, unter Umständen registriert sich ein Großteil der User sogar auf dieser Seite oder kauft gar das dort angebotene Produkt.

Hm. Und das alles hat der Betreiber der Seite dann mir zu verdanken. Wofür es dann wahrscheinlich, wenn es gut läuft, einen feuchten Händedruck gibt. Obwohl sich ja eindeutig nachweisen lässt, dass die User alle über meinen Link auf diese Seite gekommen sind.

Also, nochmal: Es geht nicht darum, was ich als Blogger davon habe, wenn ich auf eine fremde Seite verlinke, denn das ist klar. Ich habe interessierte Leser. Wenn ich Glück habe, so interessiert, dass sie auch morgen wieder vorbeischauen. Aber kann ich auch indirekt davon profitieren, dass ich auf eine andere Seite verlinke? Hat da einer Erfahrungswerte oder eine Meinung? Kennt einer Beispiele, wo sich Blogger hätten „schmieren“ lassen, um auf diesem Umweg Kohle zu verdienen? (Disclaimer: Ich habe kein Interesse an solchen verabscheuungswürdigen Methoden! – Aber meinen Blog lesen bisher auch nur so viele, wie die Lizenzvereinbarung eines illegal kopierten Windows-Betriebssystems).

Ich stelle diese Frage nur, weil ich in letzter Zeit immer wieder den Eindruck gewonnen habe, dass bestimmte Blogger und andere Online-Schreiberlinge so eine Art Vetternwirtschaft betreiben. Sie berichten über Unternehmen, die eigentlich weder Marktführer sind noch etwas besonders Innovatives präsentieren. Und oft sind die Artikel zudem so wenig aussagekräftig wie die Kommentare von Fußballern nach einem jedem verlorenen Match. Ich weiss nicht, ob ich anschließend in die Fußstapfen von Khaled el-Masri treten getreten werde, wenn ich das hier tue, aber ich tue es trotzdem – ich gebe

ein Beispiel für einen solchen Artikel!

An dieser Stelle aber noch eine andere Frage: Kennt nicht vielleicht jemand einen Blogger oder einen Journalisten, der über die Chain-Community schreiben würde? Gegen Bezahlung, versteht sich!

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