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Kalter Kaffee

30. Januar 2009 · Kommentar schreiben

Bin vor einiger Zeit im Internet über eine nette Sammlung von Kaffee-Tassen gestolpert, die ich eigentlich hier erwähnen wollte, die ich aber als Nicht-Kaffee-Trinker leider wieder vergessen hatte. Bis heute.

Wen also möglicherweise bereits kalter Kaffee nicht stört, der möge diesem Link folgen, denn es sind zu viele Tassen, als dass ich sie hier alle rüberkopieren wollte.

Auf zwei Teaser will ich aber natürlich nicht verzichten:

creativemugs10

creativemugs22

(via: Toxel)

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In die Haare schmieren.

30. Januar 2009 · 4 Kommentare

Meine Kopfhaut juckt manchmal. Daher bin ich neulich mal auf die Suche nach einem „milden“ Shampoo gegangen. Als Neuling auf diesem Gebiet habe ich mich natürlich erst mal an den Verpackungen und den Namen orientiert. Als ich dann einige Kandidaten in die nähere Auswahl gezogen hatte und mir mal genauer angucken wollte, was denn da so drin steckt, musste ich mich sehr wundern.

Obwohl auf allen Flaschen der Verwendungszweck, die Wirkung, der Haartyp, die Pflege, die Hautverträglichkeit und der ganze andere Schmu auf Deutsch geschrieben standen, war das, was für mich eigentlich am wichtigsten war, auf Englisch hieroglyphiert: die Inhaltsstoffe.

Will man auf diesem Wege verschleiern, dass man den Teufel mit dem Beelzebub austreibt? Dass ich nach der Anwendung zwar keine juckende Kopfhaut mehr habe, dafür aber irgend ein anderes Leiden?

Traut man sich nicht, die Inhaltsstoffe in deutscher Sprache anzugeben oder was ist der Grund? Weiß das jemand?

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Weniger ist mehr.

30. Januar 2009 · 2 Kommentare

Dass eine Sprache „lebt“, sich wandelt und so weiter, finde ich gut. Natürlich. Muss ja auch so sein. Sonst würden ja bald alle Französisch sprechen.

Trotzdem bin ich immer ein wenig irritiert, wenn in meinem Freundeskreis mal wieder einer zum Sprach-Trendsetter mutiert und meint, ein Wort (oder einen Ausdruck), der vermeintlich gerade „hip“, „modern“, „cool“ oder sonstwas ist, so oft in einen Satz einbauen zu müssen, dass kein anderes mehr Platz hat.

Ich meine solche Dinger wie z. B. „macht Sinn“, „Netzwerk“ oder „akkreditiert“. Dabei stört mich noch nicht einmal  so sehr die Tatsache, dass diese Wörter oft falsch verwendet werden, sondern der Umstand, dass, obwohl sie seit Jahren in Frieden unter uns weilen, sie urplötzlich allgegenwärtig werden und aus jedem offenen Maul zu strömen scheinen.

Auf einmal hat man z. B. in seiner Firma keine Akkreditierung mehr für den Server-Raum und alles, was man dem Chef in einem Meeting präsentiert, macht oder macht keinen Sinn. Wie gesagt, nicht die falsche Nutzung solcher Wörter und Phrasen finde ich nervig, sondern die Schlagzahl.

Nun gibt es einen neuen Star am Hip-Wort-Himmel, den vom Gabelstapler-Fahrer, über den Tekkie bis hin zum Prof.Dr.Dr. jeder zu benutzen scheint: Haptik bzw. haptisch. Alles ist nur noch haptisch, und haptisch ist gut. Was nicht haptisch ist, ist minderwertig und zu bemitleiden.

Mein Friseur findet, dass meine Haare eine tolle Haptik haben (zumindest noch, solange sie da sind), mein Kumpel sehnt sich nach der guten alten Zeit B.C.D. (Before Compact Disc), in der die Platten noch eine geile Haptik hatten, die den CDs ja komplett fehlt, und haben die Schokoküsse in der Frischebox keine verbesserte Rezeptur, die sich positiv auf ihre Haptik auswirkt, werden sie vom Kunden verschmäht, der dann stattdessen Ritter-Sport kauft, denn die ist quadratisch, haptisch, gut.

Und wenn man nun einen langjährigen Freund in der Bude hat, der immer feinstes Hochdeutsch mit leichtem Ghetto-Einschlag gesprochen hat, und der plötzlich zum Haptiker mutiert ist und alles in der Wohnung auf seine Haptik untersucht, dann ist das so befremdlich, wie wenn mein Sohn, der momentan noch „Törö“ für Elefant und “Wuff Wuff“ für Hund sagt, morgen plötzlich „Bruttosozialprodukt“ sagen könnte.

Daher mein Tipp an alle Wort-Trend-Schöpfer und -Mitläufer: Weniger ist manchmal mehr.

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