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Beiträge vom September 2008

Wunsch-Angestellter

22. September 2008 · Kommentar schreiben

Wenn ich einen Job zu vergeben hätte, für den man enorm starke Nerven und einen kühlen Kopf bräuchte, bei dem man auch mal Entscheidung fällen können müsste, die wehtun, und bei dem man auch unter enormsten Druck imstande sein müsste, sachlich und ruhig zu agieren - dann würde ich den Job David Wilson geben!

Dieser 38-jährige Aussi kenterte beim Kajakfahren, wurde dabei von der Strömung unter einen Baum gedrückt und drohte zu ertrinken. Ganz wie im „Alle meine Entchen“-Lied, hing er mit seinem Köpfchen unter Wasser und versuchte verzweifelt,

sich aus dem engen Cockpit seines Bootes zu winden. Aber die Strömung des Kiewa war so brutal, dass er sich kaum drehen und wenden konnte. Eine Richtung ging – und da waren die Beine im Weg. Jetzt wurde die Luft langsam knapp. Verzweifelt stemmte er sich noch einmal gegen die Strömung – keine Chance. [...] Gegen die Gewalt des Wassers kam er nicht an – aber wenn er diese Kraft nutzte, um seine Beine zu brechen? Er hatte nur noch Sekunden. Stemmte sich wie zuvor gegen den Rand des Boots, das ihn gefangen hielt. Lehnte sich weiter in die Strömung. „Ich versuchte, den Hebel so groß zu machen, wie es nur ging. Und hoffte, dass die Beine brechen würden.“ [...] Die letzten Sekunden seines Lebens liefen. Und dann knackten die Knochen im linken Bein, knapp unterhalb des Knies, Schienbein und Wadenbein, glatt durch.

Dass die Tortur für ihn an dieser Stelle noch nicht zu Ende war, interessiert hier nicht weiter, denn den Job würde er auch so schon von mir bekommen.

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Eden

18. September 2008 · Kommentar schreiben

Ich habe so das Gefühl, dass die Bibel doch Recht hat!

Im zweiten Kapitel des ersten Buch Moses wird der Garten Eden beschrieben, ein Ort, an dem Mensch und Tier friedlich nebeneinander leben. Und in der Offenbarung des Johannes wird, naja, wie soll ich sagen, das genau Gegenteil beschrieben: Der Untergang der Welt. An den sich dann wieder ein Garten Eden anschliesst. Ein Kreislauf sozusagen.

Jedenfalls: Ich habe den Eindruck, dass so eine Art biblisches Szenario „Light-Version“ sich bereits zuträgt. Da kommt auf der einen Seite Ike daher und bläßt in Texas mal eben im Stile des Wolfes bei den drei kleinen Schweinchen die Holzhütten der Amis weg, und an den Polen schmelzen durch den Treibhauseffekt die Eismassen dahin.

Und auf der anderen Seite schläft ein Löwe friedlich inmitten von Menschen in einer Kirche:

Aus Angst vor dem Hurrikan „Ike“ hatten sich Menschen in eine Kirche geflüchtet und dort geschlafen. Neben ihnen schlummerte eine gefährliche Raubkatze friedlich vor sich hin.

(Bild: Welt)

(Ich sehe zwar keine Menschen in der Kirche, und auch der Fotograf scheint sich nicht gerade in kuscheliger Nähe zu dem Löwen zu befinden. Aber egal. Die Zeichen sind unverkennbar.) Und ich könnte mich irren, aber ich meine, vorhin einen Eisbären an meinem Fenster vorbeilaufen gesehen zu haben.

Jedenfalls habe ich jetzt erstmal die Heizung angemacht. Vor lauter Kälte fange ich nämlich sonst noch an, Stuss zu verzapfen und bekomme womöglich noch Wahnvorstellungen oder Halluzinationen…

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Würde ich kaufen!

18. September 2008 · Kommentar schreiben

Wenn das Ding mal auf den Markt kommt, werde ich es mir auch kaufen – vorausgesetzt, es ist bezahlbar.

(Bilder: Yanko Design, Quelle: Gizmodo)

Es gibt zwar Visitenkarten, die kleine Kunstwerke sind. Die meisten schmeiße ich aber weg, nachdem ich mir die Telefonnummern in meinem Handy gespeichert habe. Hm. Vielleicht brauche ich so ein Ding dann doch nicht…

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Grabräuber

18. September 2008 · Kommentar schreiben

Also:

1. Seit gefühlten Wochen lese ich nun täglich über die Finanzkrise in den USA.

2. Aus dem Physikunterricht ist mir noch das dritte newtonsche Gesetz in Erinnerung geblieben, und der Energieerhaltungssatz.

Als Laie stelle ich mir daher nun die folgende Frage: Wenn ich die physikalischen Gesetze zugrunde lege – wie kann ICH dann von der Finanzkrise profitieren? Auf Deutsch: Das verlorene Geld der Banken befindet sich immernoch in dem abgeschlossenen System Erde. Und wenn auf der einen Seite einer einen Nachteil erleidet, muss es auf der anderen Seite jemanden geben, der profitiert.

Freiwillige Finanzberater vortreten und Antwort posten!

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WTF!

17. September 2008 · Kommentar schreiben

Anscheinend gab es gestern wieder Spiele in der Champions-League. Sonst würden heute nicht alle Zeitungen darüber schreiben. O.K. Gestern gab es also Spiele in der Champions-League. So what?

Der Punkt ist: Es schreiben nicht alle einfach nur über die Champions-League-Spiele sondern darüber, dass Bremen gegen einen internationalen Nobody – den zyprischen Meister Anorthosis Famagusta – verloren hat. Mir ist es im Grunde völlig gleich, ob Bremen gewinnt oder verliert. Was mich nur ein wenig nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass die Journalisten mit zweierlei Maß messen.

Wenn die deutsche Nationalmannschaft in einem Länderspiel gegen Finnland antritt, dann ist – schon mal vorsorglich – die Rede davon, dass es keine „leichten“ Gegner mehr gäbe, die internationale Konkurrenz nicht mehr unterschätzt werden dürfe, jedes Spiel ein Endspiel sei, blablabla. Wenn der mehrmalige Weltmeister dann vom Platz schleicht, weil er über ein Unentschieden nicht hinausgekommen ist, dann heisst es, der Gegener sei erwartungsgemäß sehr stark gewesen, man freue sich über ein Unentschieden gegen einen so intelligent spielenden Gegener etc.pp.

Tja, nun spielte Bremen gegen den zyprischen MEISTER, einen Club also, der wohl irgendetwas richtig gemacht hat, man spielte gegen einen internationalen Gegener… Naja, es wird wohl klar, was ich sagen will. Ist es die Nationalmannschaft, tolleriert und akzeptiert man mittlerweile alles, ist es ein Club, haut man mit dem Hammer drauf. WTF!

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Bitte an Google

17. September 2008 · Kommentar schreiben

Die Chain-Community ist die derzeit erfolgversprechendste Community der Welt! Prognosen zufolge werden sich die Mitgliederzahlen in den nächsten Wochen im Milliarden-Bereich bewegen und die generierten Gewinne werden so hoch sein, dass der Gründer der Plattform sie auf Konten in den USA transferieren wird, um zu helfen, die dortige Bankenkrise abzuschwächen.

Lieber Google-Computer! Könntest du diese Meldung nicht mal irrtümlich in der ganzen Welt verbreiten, anstatt auf eine sechs Jahre alte United-Airlines-Konkursanmeldung-Schlagzeile zurückzugreifen…?

Anfang vergangener Woche sorgte in den USA die Meldung einer Onlinezeitung für Aufregung an den Finanzmärkten: United Airlines, eine der weltgrößten Fluggesellschaften, melde Konkurs an, wurde die Tageszeitung Sun Sentinel aus Florida zitiert. Der Börsenkurs von United brach um 75 Prozent ein. In zwölf Minuten wurden mehr als eine Milliarde Dollar vernichtet. Dabei hatte United gar nicht Konkurs angemeldet. Die Meldung war sechs Jahre alt und wurde aus Versehen von einem Computerprogramm, mit dem Google die Website der Zeitung durchsuchte, als neu ausgegeben.

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Genial

17. September 2008 · Kommentar schreiben

Das Handelsblatt berichtet heute unter Berufung auf den Times Colonist über ein geniales Schulprojekt:

An einigen Schulen Nordamerikas werden Schüler für den regelmäßigen Besuch der Schule und gute Lernergebnisse bezahlt. „Eine Schule in Winnipeg zahlt ihren Zöglingen derzeit in einem Modellprojekt 50 Dollar pro Monat. Schaffen sie den Abschluss, gibt es zusätzlich einen Bonus von 1.000 Dollar – und ein Abschlussfest.“ Die ersten Ergebnisse seien ermutigend, und auch in den USA gebe es solche Ansätze: So kooperiere das Schulamt von Washington D.C. derzeit mit der Harvard Universität; Schüler erhielten für die Dauer eines Experiments alle zwei Wochen 50 Dollar. Das Blatt findet die Idee gar nicht schlecht: „Diejenigen, die diesen Ansatz kritisieren, haben letztlich auch keine Alternativen, um Schüler besser zu motivieren. Außerdem nutzen Eltern schon lange Geld oder Geschenke als kleine Bestechungsversprechen, damit ihre Kinder Hausaufgaben machen oder lernen. Mit dem neuen System wird die Bezahlung also nur aus der Familie heraus getragen, in die Gesellschaft.“ Eines sei in jedem Fall sicher: „Die bestehenden Systeme zur Motivation von Schülern und Studenten funktionieren nicht.“

Super Idee, aber ein alter Hut. In Deutschland gibt es schon seit vielen Jahrzehnten ein ähnliches, bereits gut funktionierendes Projekt. Auch hier wird unmotivierten Gestalten Geld dafür gezahlt, dass sie zur Schule kommen. Darüber hinaus werden sie aber auch oft noch verbeamtet…

Frage mich gerade, ob dieses Projekt nicht auch dafür genutzt werden könnte, um die bettelnden Kiddies aus den Innenstädten zu verbannen. Anstatt die Schule abzubrechen und in der Gegend rumzulungern, würden sie 50 Euro pro Monat dafür bekommen, dass sie die Schule besuchen. Wer eine Ehrenrunde drehen muss, hätte somit wenigstens keinen finanziellen Schaden mehr zu erwarten…

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Verwandtschaften

15. September 2008 · Kommentar schreiben

Offenbar war Sonya Kraus

gestern zu Gast in der Sendung „Zimmer frei“. Das schreibt zumindest die Welt, und dann wird’s schon stimmen.

Jedenfalls: Die Autorin des dazugehörigen Artikels fragt:

Wer aber ist Sonya Kraus ohne ihre Stöckelschuhe?

Ich denke, die Antwort ist ziemlich einfach: Der Bruder von Mary und Gordy!

 

(Bild: lpcd)

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Unbefriedigend

15. September 2008 · Kommentar schreiben

Wenn ich manchmal meinen Blick so über die Schlagzeilen der Online-Presse gleiten lasse, dann kommt es schon mal vor, dass eine Überschrift meinen Blick wie ein Schwarzes Loch ansaugt und nicht mehr loslässt. Zu dieser Kategorie zählt die Schlagzeile

Täglicher Sex 

Zur Sache, Schätzchen!

nicht. Ich habe mir aber trotzdem mal angeguckt, worum es da denn gehen sollte. Bereits nach den ersten Zeilen war ich enttäuscht:

Um die Flaute im ehelichen Bett zu beenden, verordneten sich zwei lang verheiratete Paare täglichen Sex – die einen für 101 Tage, die anderen gleich für ein ganzes Jahr. Der hohe Einsatz zahlte sich aus: Die Partnerschaft fühlt sich besser an denn je.

Annie Brown saß gerade im Ehebett in ihrem Haus in Boulder, Colorado, und strickte an einer Kindermütze, die wie eine Aubergine aussehen sollte, als ihr Mann von einer Erotikmesse in Las Vegas zurückkam.

Für meine Enttäuschung gibt es zwei Gründe: 1. Ich hasse Artikel, die im Brigitte-Erlebnisbericht- oder Rosamunde-Pilcher-Roman-Stil verfasst sind. 2. Ich dachte, in dem Artikel würde es darum gehen, wie ich meine Frau dazu bekomme, häufiger als nur 1x pro Tag mit mir Sex zu haben…

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SPD – Schlimmste Partei Deutschlands

15. September 2008 · Kommentar schreiben

Wie heisst es doch so schön: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Dass Frau Ypsilanti einen Schaden hat, steht ja nun seit Längerem fest. Nun hat Herr Jochen Krause, seines Zeichens Stimmenimitator beim Radiosender ffn, für den dazugehörigen Spot(t) gesorgt.

Die Story ist eigentlich schon ein paar Tage alt: Herr Krause ruft im Büro von Frau Ypsilanti an, gibt vor, Herr Müntefering zu sein und plaudert mit der Dame frisch drauf los. Man schwatzt – wohlgemerkt am Telefon – eine Weile über Partei-Interna und -belange, bis der falsche Münte sich als solcher zu erkennen gibt, man lacht gemeinsam über den Scherz, „einigt“ sich dann darauf, das Interview nicht zu veröffentlichen… Puh, Gück gehabt! Nochmal mit einem blauen Auge davongekommen.

Denkste…!

 

Merke: YouTube is watching you!

Bin übrigens gespannt, wann ein Interview mit Herrn Heil auftaucht, in dem er sich zur Zukunft von Frau Ypsilanti äußert…

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