Jeder, der schon einmal Google Maps benutzt hat, weiss, dass der eingegebene Abfahrts- oder Zielort durchaus nicht der sein mag, den man meint. Google Maps ist aber so nett, dem Nutzer alle gleichlautenden Bestimmungsorte anzuzeigen, aus denen man dann nur noch den Richtigen auswählen braucht.
Was national gilt, dürfte wohl auch international gelten. Zumindest behaupte ich das jetzt einfach mal so, in meiner unermesslichen Arroganz. Habe zumindest irgendwann mal gehört, dass zum Beispiel Holländer nach Amerika ausgewandert seien und dort Städte gegründet hätten, die sie nach ihren Ex-Heimat-Städten benannten.
Jedenfalls: Wie selten muss man Google Maps benutzt haben, um sich mal eben als Depp des Tages zu outen:
Der Mann wollte 2007 bei einem Internet-Reisebüro vier Flüge für sich und seine Familie nach San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien buchen. Er klickte versehentlich auf San José in Costa Rica und bekam entsprechende Tickets.
Als die Familie am Flughafen in Stuttgart eincheckte, war das Entsetzen groß: Sie war auf das „falsche“ San José gebucht. Der Kauf neuer Tickets kostete mehr als 9000 Euro.
Merke: San Jose ist nicht gleich San José, Teekesselchen, False Friends und Homophone sind es aber schon. Das ist ein Problem…
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Die EU-Verantwortlichen reglementieren wieder… Dieses Mal haben sie sich überlegt, Motorrad-Standards auf Autos zu übertragen:
Alle neu zugelassenen Personenwagen und leichten Nutzfahrzeuge müssen von Februar 2011 an in der Europäischen Union (EU) mit speziellen Tagfahrleuchten ausgerüstet sein. Eine entsprechende gesetzliche Regelung hat die Europäische Kommission am Mittwoch angenommen. Im August 2012 soll die nur für die Frontbeleuchtung vorgesehene Verpflichtung auf alle Nutzfahrzeuge ausgedehnt werden.
Im Klartext: Man fordert ein Dauerlichtbetrieb, 24/7, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Mittag, Nacht: EGAL!
Ich vermute, viele Politiker erhoffen sich dadurch Einsparungen im Strassenverkehr, weil man dann nämlich in Zukunft auf die Hinweisschilder vor Tunneln verzichten könnte, die dazu auffordern, das Licht einzuschalten.
Das Ganze hat aber – natürlich! – auch noch einen sicherheitsrelevanten Aspekt:
Es sei damit zu rechnen, dass allein durch die Verpflichtung die Zahl der Todesopfer auf Europas Straßen um „mehrere tausend“ sinke, hieß es in der Kommission. [...] Ihr Vorteil gegenüber dem klassischen Abblendlicht besteht darin, dass es entgegenkommende Fahrzeuge und Fußgänger weniger blendet.
Wenn also in Zukunft ein Passant von einem Maniac umgesäbelt wird, dann sieht er vorher wenigstens, auf wessen Motorhaube er sich befindet. Könnte ja durchaus vor Gericht wichtig sein, falls er den Bums überlebt.
Liebe EU-Abegordnete – gönnt euch doch bitte mal ein verlängertes Sommerloch!
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