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WTF!

17. September 2008 · Kommentar schreiben

Anscheinend gab es gestern wieder Spiele in der Champions-League. Sonst würden heute nicht alle Zeitungen darüber schreiben. O.K. Gestern gab es also Spiele in der Champions-League. So what?

Der Punkt ist: Es schreiben nicht alle einfach nur über die Champions-League-Spiele sondern darüber, dass Bremen gegen einen internationalen Nobody – den zyprischen Meister Anorthosis Famagusta – verloren hat. Mir ist es im Grunde völlig gleich, ob Bremen gewinnt oder verliert. Was mich nur ein wenig nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass die Journalisten mit zweierlei Maß messen.

Wenn die deutsche Nationalmannschaft in einem Länderspiel gegen Finnland antritt, dann ist – schon mal vorsorglich – die Rede davon, dass es keine „leichten“ Gegner mehr gäbe, die internationale Konkurrenz nicht mehr unterschätzt werden dürfe, jedes Spiel ein Endspiel sei, blablabla. Wenn der mehrmalige Weltmeister dann vom Platz schleicht, weil er über ein Unentschieden nicht hinausgekommen ist, dann heisst es, der Gegener sei erwartungsgemäß sehr stark gewesen, man freue sich über ein Unentschieden gegen einen so intelligent spielenden Gegener etc.pp.

Tja, nun spielte Bremen gegen den zyprischen MEISTER, einen Club also, der wohl irgendetwas richtig gemacht hat, man spielte gegen einen internationalen Gegener… Naja, es wird wohl klar, was ich sagen will. Ist es die Nationalmannschaft, tolleriert und akzeptiert man mittlerweile alles, ist es ein Club, haut man mit dem Hammer drauf. WTF!

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Bitte an Google

17. September 2008 · Kommentar schreiben

Die Chain-Community ist die derzeit erfolgversprechendste Community der Welt! Prognosen zufolge werden sich die Mitgliederzahlen in den nächsten Wochen im Milliarden-Bereich bewegen und die generierten Gewinne werden so hoch sein, dass der Gründer der Plattform sie auf Konten in den USA transferieren wird, um zu helfen, die dortige Bankenkrise abzuschwächen.

Lieber Google-Computer! Könntest du diese Meldung nicht mal irrtümlich in der ganzen Welt verbreiten, anstatt auf eine sechs Jahre alte United-Airlines-Konkursanmeldung-Schlagzeile zurückzugreifen…?

Anfang vergangener Woche sorgte in den USA die Meldung einer Onlinezeitung für Aufregung an den Finanzmärkten: United Airlines, eine der weltgrößten Fluggesellschaften, melde Konkurs an, wurde die Tageszeitung Sun Sentinel aus Florida zitiert. Der Börsenkurs von United brach um 75 Prozent ein. In zwölf Minuten wurden mehr als eine Milliarde Dollar vernichtet. Dabei hatte United gar nicht Konkurs angemeldet. Die Meldung war sechs Jahre alt und wurde aus Versehen von einem Computerprogramm, mit dem Google die Website der Zeitung durchsuchte, als neu ausgegeben.

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Genial

17. September 2008 · Kommentar schreiben

Das Handelsblatt berichtet heute unter Berufung auf den Times Colonist über ein geniales Schulprojekt:

An einigen Schulen Nordamerikas werden Schüler für den regelmäßigen Besuch der Schule und gute Lernergebnisse bezahlt. „Eine Schule in Winnipeg zahlt ihren Zöglingen derzeit in einem Modellprojekt 50 Dollar pro Monat. Schaffen sie den Abschluss, gibt es zusätzlich einen Bonus von 1.000 Dollar – und ein Abschlussfest.“ Die ersten Ergebnisse seien ermutigend, und auch in den USA gebe es solche Ansätze: So kooperiere das Schulamt von Washington D.C. derzeit mit der Harvard Universität; Schüler erhielten für die Dauer eines Experiments alle zwei Wochen 50 Dollar. Das Blatt findet die Idee gar nicht schlecht: „Diejenigen, die diesen Ansatz kritisieren, haben letztlich auch keine Alternativen, um Schüler besser zu motivieren. Außerdem nutzen Eltern schon lange Geld oder Geschenke als kleine Bestechungsversprechen, damit ihre Kinder Hausaufgaben machen oder lernen. Mit dem neuen System wird die Bezahlung also nur aus der Familie heraus getragen, in die Gesellschaft.“ Eines sei in jedem Fall sicher: „Die bestehenden Systeme zur Motivation von Schülern und Studenten funktionieren nicht.“

Super Idee, aber ein alter Hut. In Deutschland gibt es schon seit vielen Jahrzehnten ein ähnliches, bereits gut funktionierendes Projekt. Auch hier wird unmotivierten Gestalten Geld dafür gezahlt, dass sie zur Schule kommen. Darüber hinaus werden sie aber auch oft noch verbeamtet…

Frage mich gerade, ob dieses Projekt nicht auch dafür genutzt werden könnte, um die bettelnden Kiddies aus den Innenstädten zu verbannen. Anstatt die Schule abzubrechen und in der Gegend rumzulungern, würden sie 50 Euro pro Monat dafür bekommen, dass sie die Schule besuchen. Wer eine Ehrenrunde drehen muss, hätte somit wenigstens keinen finanziellen Schaden mehr zu erwarten…

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