Wenn ich manchmal meinen Blick so über die Schlagzeilen der Online-Presse gleiten lasse, dann kommt es schon mal vor, dass eine Überschrift meinen Blick wie ein Schwarzes Loch ansaugt und nicht mehr loslässt. Zu dieser Kategorie zählt die Schlagzeile
Täglicher Sex
Zur Sache, Schätzchen!
nicht. Ich habe mir aber trotzdem mal angeguckt, worum es da denn gehen sollte. Bereits nach den ersten Zeilen war ich enttäuscht:
Um die Flaute im ehelichen Bett zu beenden, verordneten sich zwei lang verheiratete Paare täglichen Sex – die einen für 101 Tage, die anderen gleich für ein ganzes Jahr. Der hohe Einsatz zahlte sich aus: Die Partnerschaft fühlt sich besser an denn je.
Annie Brown saß gerade im Ehebett in ihrem Haus in Boulder, Colorado, und strickte an einer Kindermütze, die wie eine Aubergine aussehen sollte, als ihr Mann von einer Erotikmesse in Las Vegas zurückkam.
Für meine Enttäuschung gibt es zwei Gründe: 1. Ich hasse Artikel, die im Brigitte-Erlebnisbericht- oder Rosamunde-Pilcher-Roman-Stil verfasst sind. 2. Ich dachte, in dem Artikel würde es darum gehen, wie ich meine Frau dazu bekomme, häufiger als nur 1x pro Tag mit mir Sex zu haben…
Wie heisst es doch so schön: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Dass Frau Ypsilanti einen Schaden hat, steht ja nun seit Längerem fest. Nun hat Herr Jochen Krause, seines Zeichens Stimmenimitator beim Radiosender ffn, für den dazugehörigen Spot(t) gesorgt.
Die Story ist eigentlich schon ein paar Tage alt: Herr Krause ruft im Büro von Frau Ypsilanti an, gibt vor, Herr Müntefering zu sein und plaudert mit der Dame frisch drauf los. Man schwatzt – wohlgemerkt am Telefon – eine Weile über Partei-Interna und -belange, bis der falsche Münte sich als solcher zu erkennen gibt, man lacht gemeinsam über den Scherz, „einigt“ sich dann darauf, das Interview nicht zu veröffentlichen… Puh, Gück gehabt! Nochmal mit einem blauen Auge davongekommen.
Denkste…!
Merke: YouTube is watching you!
Bin übrigens gespannt, wann ein Interview mit Herrn Heil auftaucht, in dem er sich zur Zukunft von Frau Ypsilanti äußert…
Der eine oder andere wird wissen, dass Jennifer Lopez – oder wie ihre Fans sie liebevoll nennen: J.Po – vor einiger Zeit Zwillinge zur Welt gebracht hat. Und man kann sich vorstellen, dass sie, wie Frauen das in der Schwangerschaft nunmal so tun, etwas mehr gegessen haben wird. Gerade bei Zwillingen isst Frau vermutlich noch eine Schippe mehr als sonst.
Ich frage mich bei diesem Foto allerdings, ob sie so viel gefuttert hat, dass für ihren Mann nichts mehr übrig geblieben ist… (Für alle, die es auch beim zweiten Hinsehen nicht erkennen: rechts ist J.Po nach einem Triathlon, links ihr Knabe Mark Anthony):