Arbeiten in den Werbe-Agenturen heutzutage eigentlich nur noch Typen – und zwar Typen mit zu viel Testosteron???
Wenn ich mir die Werbung für Kinder-Schokoriegel so angucke, dann gewinne ich leider immer mehr den Eindruck. Gleichzeitig frage ich mich, wer in den beauftragenden Unternehmen die bescheuerten Werbefilmchen eigentlich absegnet.
Habe seinerzeit gedacht, die von Maxi-King seien die einzigen gewesen, die zu lange Urlaub in Majak gemacht hätten.
Halbnackte Weiber, debile Pimps – genau das, was die Kids mit Maxi King in Verbindung bringen sollten. Und der Text, erste Sahne:
MAXI KING, allright, cooler als der Kaiser, sein Style unvergleichbar.
MAXI KING, so nice, harte Schale, weicher Kern, ihn haben alle Ladys gern.
MAXI KING, allright, er ist euer Star und macht gute Laune klar.
MAXI KING, so nice, harte Schale, weicher Kern, ihn haben alle Ladys gern.
Aber anscheinend habe ich mich geirrt, denn nun fängt der nächste Kinder-Proviant-Zulieferer an, seinem Produkt eine laszive erotische Note zu verpassen:
Ich frage mich: Was soll das? Oder bin ich etwa…oh nein…ein SPIESSER???
Liebe Männer! Ist euch ein „Oh, wie süß!“, „Du bist ein Schatz!“ oder „Für mich? Toll! Die auf der Arbeit werden mich bestimmt alle beneiden!“ $17 wert?
Ja? Dann überweist schon mal das Geld hierhin. Geliefert wird euch dann das:
Kenne das schon von vielen anderen Seiten, von Word und auch vom Explorer, wo ich es sehr zu schaetzen gelernt habe. Ich meine das Angebot an dynamischen Vorschlaegen bei der Eingabe eines Begriffs. Manchmal verkuerzt es die Eingabe, manchmal ersetzt es die Erinnerungskraft.
Nun bietet endlich auch Google diese Funktion an. Zwar erst auf der englischsprachigen Seite, aber immerhin…
Die Suche nach Paris Hilton ergibt komischerweise aber keinen „sauberen“ Vorschlag Paris Hilton sondern nur Verbindungen aus ihrem Namen mit anderen Begriffen oder Namen. Hm. Scheint entweder noch nicht ganz ausgereift zu sein oder der Stern von Paris sinkt…
Neulich war ich essen. In einem dieser ausländischen Restaurants bei uns um die Ecke. Mampfte Gobi Pakora. Lecker.
Während ich aber so dasaß und darüber nachdachte, ob die Menschheit wohl untergehen würde, wenn ich eine Möglichkeit fände, alle Uhren der Welt auf einen Schlag zu zerstören, mußte ich plötzlich, ganz unwillkürlich, an einen Artikel denken, den ich einige Tage zuvor gelesen hatte:
Der Gallup-Test, den gerade einige Forscher erfolgreich mit Elstern durchgeführt haben, ist einer der spannenderen Tricks der Verhaltensforschung. Man malt einem Tier heimlich einen Punkt ins Gesicht und setzt es dann vor einen Spiegel. Wenn das Tier dann versucht, die Farbe im Gesicht zu entfernen, dann zeigt das: Voilá, dieses Tier muss zumindest ein rudimentäres Ich- beziehungsweise Selbst-Bewusstsein haben.
Ich weiß nicht, warum ich auf einmal an diesen Artikel denken mußte, aber es war so…
Deutsche Post. Eine Institution sondern gleichen. Am liebsten würde ich die beiden Worte völlig für sich alleine hier stehen lassen, damit sie ihre volle Wirkung auf den Leser entfalten können. Da ich aber noch ein bißchen was zu sagen habe, geht’s leider nicht.
Und darum geht’s: Die Deutsche Post bietet nun einen Service an, der mit Sicherheit eine Menge Freunde finden wird. Auf der Seite Internetmarke können sich all diejenigen, denen zuhause oder unterwegs mal die Briefmarken ausgehen (und auch jene, denen das Ablecken der herkömmlichen Marken längst keine orale Befriedigung mehr bereitet), nun endlich Web 2.0-mäßig selbst weiterhelfen. Wer zuhause vor dem PC sitzt, kann ab sofort seine Briefmarken einfach ausdrucken:
Mit dem kostenfreien Online-Service INTERNETMARKE haben Sie Ihr Briefporto jetzt, hier und passend. Einfach Lieblingsmotiv auswählen, Marke ausdrucken, aufkleben – und beim Empfänger wirken lassen.
Wer auf seine zukünftigen Schwiegereltern Eindruck schinden will und ihnen von unterwegs eine Postkarte schicken möchte, aber keine Briefmarken dabei hat – kein Problem! Ab sofort genügt ein Griff zum Handy:
Sicher kennen Sie das: Der Brief ist geschrieben, man steht am Postkasten, alles perfekt, nur die Marke fehlt. Was tun? Ganz einfach! Ihr Porto selbst schreiben! Ob am Strand, im Café oder in der Wildnis. Mit HANDYPORTO geht das jetzt überall.
Und so funktioniert’s:
Für mich ist das alles leider nix – ich stehe weiterhin auf den Rausch, den ich jedes Mal nach dem Abschlecken der Marken bekomme…
Ich bin freiwillig gesetzlich versichert – und somit hat es mich nicht überrascht, als ich neulich in einer Arztpraxisauch denn auch mal den faden Beigeschmack des inzwischen vorherrschenden Zwei-Klassen-Systems kosten durfte. Während ich fast drei Stunden auf meine Behandlung gewartet habe, wurden immer neue Gestalten am Wartezimmer vorbei direkt in den Behandlungsraum geschleust.
„Nicht schön“ – mag sich der eine oder andere denken -, „aber die finanzieren ja auch den Porsche.“ Naja, wie auch immer. Jedenfalls lese ich gerade, daß die Ersatz-Götter mehr Geld für sich fordern:
Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat die Bundesregierung aufgefordert, die in Aussicht gestellte Erhöhung der Ärztehonorare um 2,5 Mrd. Euro gegen den Widerstand der Kassen durchzusetzen. „Ärzte müssen für medizinisch notwendige Leistungen gerecht vergütet werden, damit sie nicht gezwungen sind, immer mehr auf privat finanzierte Zusatzleistungen auszuweichen. Das ist wichtig für die medizinische Versorgung und für das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Ärzten“, sagte Hoppe der FTD. „Die Politik sollte zu ihrer Zusage stehen und dafür sorgen, dass das zugesagte Geld auch wirklich kommt.“
Nun kenn ich mich nicht sonderlich gut aus, was das Gesundheitswesen, die Berechnung der Ärztehonorare, die Kosten für die Krankenkassen etc. betrifft. Ich habe aber Augen im Kopf und sehe, daß wir langsam aber sicher auf einen Zustand hinsteuern, der sich nicht mehr von dem in den USA unterscheidet. (Was ich damit meine, kann man hier oder hier sehen.) Jedenfalls stelle ich mir in meiner oben bereits zugegebenen Unwissenheit und Naivität folgende Frage:
Warum verbeamtet man Ärzte nicht einfach? Man bietet ihnen nach dem Studium die Möglichkeit, für ein Festgehalt, bei einer schönen 40-Stunden-Woche und 30 bezahlten Urlaubstagen im Jahr eine Festanstellung in einer Praxis anzunehmen. Man könnte dann sogar eine Praxis 24/7 betreiben, indem man einfach einen 3-Schicht-Betrieb einführt. So schafft man auch neue Arbeitsplätze und entlastet zudem die Krankenhäuser.
Diese Praxis steht dann unter staatlicher Obhut und wird von den Krankenkassen oder – wie sonst alles – vom Steuerzahler finanziert. Fertig ist der Kuchen. Keine Beschwerden mehr über das Gehalt, außer vielleicht in Form des üblichen Ich-will-ich-will-ich-will-mehr Geld-sonst-streike-ich-Gewerkschafts-Geplänkels, keine Amnesie mehr in Bezug auf den Hippokratischen Eid, keine Zwei-Klassen-Patienten-Gesellschaft mehr. Ein Problem weniger in Deutschland.