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Especially for Ms. Mahlzahn

22. August 2008 · 2 Kommentare

Der Einzigen, die sich aus meiner allwöchentlichen Lieder-Liste etwas macht, die weiß, wieviel Arbeit und Gehirnschmalz dahinter steckt, diese Listen zusammenzutragen, dieser Person widme ich heute die

Top 5 der Fab Four! – Balladen

Eine meiner Lieblingsbands, tolle Musik…

Am Montag geht’s weiter! Schönes Wochenende!

1. Norwegian Wood

2. Girl

3. Eleanor Rigby

4. For No One

5. And I Love Her

- Sohnemann schläft noch, also schieße ich nochmal fünf hinterher… ;-)  

6. Fool On The Hill

7. Mother Nature’s Son

8. I’ll Follow The Sun

9. Blackbird

10. A Day In The Life

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Magazine für lau

22. August 2008 · Kommentar schreiben

Für alle diejenigen von euch, die häufiger mal zur Mayerschen oder zum Bahnhof rennen, um sich ein Magazin zu kaufen, das man nicht an jedem Kiosk bekommt (damit meine ich nicht die in Folie eingeschweißten Heftchen sondern fremdsprachige oder sich mit Randthemen befassende Magazine), für die könnte die Seite Mygazines ein guter Tipp sein.

User laden ihre Zeitschriften und Magazine hoch und man kann die dann online lesen. Ganz nett und kostenlos. Hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler: Soweit ich das überblicke, sind alle Magazine nur in Englisch verfügbar. Wenn jemand einen „Sprach-Button“ entdeckt, kann er dies ja hier posten.

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Die X-Scouts

22. August 2008 · 7 Kommentare

Auf dem Weg zum Bus habe ich neulich eine Werbung vom Express gesehen. Für die X-Scouts. Was da noch genau auf dem Plakat stand, weiß ich nicht mehr. Es war aber im Kern das Gleiche, was man auf der Homepage des Express findet:

Sie sind jung, sie sind auf Zack, sie haben die richtige Nase für aktuelle Trends: Das sind die X-Scouts. Für seine neue große Aktion sucht der EXPRESS pfiffige junge Talente, die Spaß an allem haben, was gerade in ist.

Nein, nein – nicht falsch verstehen! Der Express versucht nicht etwa, sich mit dem ältesten Trick der Welt eine neue Käuferschicht zu erschleichen. Ach was! Doch nicht der Express. Einem Teenie einreden, er sei die ideale Besetzung für eine Position, die extra für diese ideale Besetzung erst geschaffen wurde. Ihm dann einreden, er könne etwas, was andere nicht 1000 Mal besser könnten. Ihm tolle Zukunftsbilder in den schillerndsten Farben zeichnen… Und wofür das alles? Damit der Teenie dann ganz stolz in seinem ganzen Freundeskreis erzählt, er sei nun X-Scout, und der ganze Freundeskreis sich dann den Express kauft… Gähn! Übrigens: Ich habe mich echt angestrengt, aber ich konnte nicht herausfinden, ob die X-Scouts dann auch eigene Artikel verfassen dürfen, oder ob sie so richtig verarscht ernst genommen werden und nur das Material für den Express zusammentragen dürfen, das der dann ausschlachtet.

Aber vielleicht liege ich ja total falsch mit meiner Einschätzung und die X-Scouts sind echt super und der Express auch. Wird sich bestimmt bald zeigen, denn:

Die ersten Bewerbungen sind bereits eingegangen – und klingen vielversprechend: Hier gilt ein Kandidat im Freundeskreis als modischer Trendsetter, dort kennt sich jemand genau mit den heißesten Party-Locations aus, hier weiß jemand bestens Bescheid, welche Hightech-Geräte der letzte Schrei sind.

In der Tat, klingt vielversprechend – und „vielversprechend“ heißt ja so viel wie super, oder? Mal sehen, was die X-Scouts so selbst über sich denken.

(BIld: Express)

„Ein echter Modejunkie ist J.T.: Die 20-Jährige aus Troisdorf mag vor allem ausgefallene, exzentrische und bunte Klamotten.“ – Vor allem das exzentrisch bunte Weiß sticht ins Auge…

(Bild: Express)

„L.K. wohnt in Düsseldorf. Der Student mag es, seinen Typ regelmäßig zu verändern. In Sachen Musik und Ausgehen kennt er sich besonders gut aus.“ Ja, vor allem was Ausgehen angeht, ist er bestimmt kein graues Mäuschen…

Nun denn. Die X-Scouts von heute sind die Ex-Scouts von morgen. (Sorry für den Kalauer – brannte mir aber schon die ganze Zeit unter den Fingernägeln :-D )

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Homo homini lupus

22. August 2008 · Kommentar schreiben

…das war vor einiger Zeit mein Fazit, nachdem ich über das traurige Schicksal einer Frau geschrieben hatte, die in der Notaufnahme eines Krankenhauses gestorben war, weil sich niemand um sie gekümmert hatte.

Heute muß ich feststellen, daß ich seinerzeit etwas naiv und unbedarft war. Ich hatte nämlich angenommen, solche tragischen Schicksale seien eher die Ausnahme als die Regel. Wahrscheinlicher ist aber, daß sie sich sehr viel häufiger ereignen, als ich gedacht hatte. Sie werden offenbar nur besser und länger verschwiegen als andere Straftaten! Vergleichbar den Fällen von Kinderschändung oder gewalttätigen Übergriffen von Jugendlichen, die erst durch eine vermehrte Berichterstattung in den Medien von einer breiten Masse und in einer stärkeren Form zur Kenntnis genommen wurden, geraten die Fehltritte von Krankenhauspersonal weltweit immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. Und erst durch dieses aufkeimende Interesse werden Vorfälle publik (gemacht), die sonst vermutlich für immer verschwiegen worden wären.

So auch der Fall von Steven Sabock, der sich bereits im April ereignet hatte (also 3 Monate vor meinem o.g. Artikel). Im Cherry Hospital im US-Staat North Carolina starb Sabock, nachdem er vom Pflegepersonal fast einen gesamten Tag alleine in seinem Stuhl sitzen gelassen worden war.

22 Stunden lang erhielt er keine medizinische Betreuung, kein Essen und konnte auch nicht zur Toilette gehen. Die Pflegekräfte schauten stattdessen lieber fern, spielten Karten oder telefonierten mit ihren Handys. Das haben Mittschnitte von Überwachungskameras ans Licht gebracht. Ganze vier Mal wechselten sogar die Schichten beim Personal, ohne dass sich jemand für Sabock interessierte.

Das, was ich bereits zu der anderen Krankenhaus-Tragödie geschrieben habe, ist 1:1 auf diesen Fall übertragbar. Ich möchte hier aber noch einen Schritt weiter gehen, und zwar, indem ich eine Frage aufwerfe: Was ist der Grund dafür, dass sich Krankenhauspersonal so verhält, wie in den beschriebenen Fällen? – Ist es Stress? Überforderung? Inkompetenz? Schlechte Laune? Lustlosigkeit? Langeweile? Vielleicht von allem ein bisschen? Ich glaube, es handelt sich um eine Form von Machtspiel, eine Demonstration von Macht!

Wenn mein Sohn nicht das essen will, was gekocht wurde sondern stattdessen auf den Teller mit Süßigkeiten zeigt, dann könnte ich ihn packen, in sein Zimmer sperren und so lange hungern lassen, bis er bereitwillig das isst, was ihm angeboten wird. Damit demonstriere ich ihm meine Überlegenheit – seine Unterlegenheit – und signalisiere ihm, daß er sich besser meiner Macht beugt, d.h. mir gehorcht, weil sonst sein leibliches Wohl gefährdet ist. Oft genug führen solche von den Eltern geführten Machtspielchen leider zum Tod des Kindes – weil es zu jung ist, um zu verstehen, was da passiert und Schreien das einizge Mittel ist, das es kennt, um seinen Part zu spielen. Und weil die Eltern zu dumm sind…!

Solche Zurschaustellung von Macht, man könnte es einfach auch Machtmissbrauch nennen, ist meiner Meinung nach in den oben erwähnten Fällen der Grund dafür, warum die Patienten sterben mussten. Ich behaupte nicht, dass sich alle Krankenhausangestellten, die Kontakt mit Patienten haben, an ihrer vermeintlichen Überlegenheit laben; wer sich aber so verhält wie oben beschrieben, handelt sicherlich aus dem Grund.

Ähnlich wie in dem Beispiel mit meinem Sohn, wird dem psychisch (!) kranken Mann die Macht des Personals zunächst durch „Wegsperren“demonstriert, indem man ihn für 22 Stunden auf einen Stuhl setzt, wo er weder medizinisch versorgt wird noch seiner Notdurft verrrichten kann. Anschliessend folgt dann der Nahrungsentzug:

Doch der Patient scheint nicht nur an seinem Todestag kein Essen bekommen zu haben. Wie aus einem Untersuchungsbericht hervorgeht, erhielt Sabock bereits in den drei Tagen davor nur wenig Nahrung.

Dann folgt, motiviert durch späte Einsicht oder Angst, der Versuch einer „Aussprache“, und schliesslich der erfolglose Vertuschungsversuch:

Demnach versuchten Pfleger kurz vor Sabocks Tod, ihn dazu zu überreden, in sein Zimmer zurückzukehren – nachdem er bereits Stunden auf dem Stuhl verbracht hatte. Da dies nicht gelang, setzten sie den Patienten in einen Rollstuhl und schoben ihn zurück in sein Zimmer. Auf dem Video ist zu sehen, wie kurze Zeit später Geräte für lebensrettende Maßnahmen zu ihm gebracht werden. Eigentlich hatte ein Arzt zuvor angeordnet, Sabock alle zwei Stunden mit Medikamenten zu versorgen und alle sechs Stunden seine Lebenszeichen zu prüfen. Dem wurde aber offensichtlich nicht gefolgt.

An dieser Stelle drängt sich nun natürlich die Frage auf, wer oder was die Leute dazu (ver)führt, ihre Macht in solcher Weise zu missbrauchen? Hierfür gibt es sicherlich viele psychologische Erklärungsansätze, die ich hier nicht alle anführen brauche. Nur einen Aspekt möchte ich beleuchten, da er von mir in diesem Blog schon des häufigeren kritisiert wurde. Es handelt sich dabei um den zunehmenden Kontrollwahn des Staates und die Folgen, die dieser Wahn nach sich zieht.  

Der Staat greift hierzulande immer weiter in die Privatssphäre seiner Bürger ein und versucht, sie zu kontrollieren. Durch diese Grenzüberschreitung des Staates (= Streben nach Kontrolle = Drang nach Macht) stürzt der Einzelne in eine Halt- und Machtlosigkeit. Bei den einen äußert sich diese in einer „Ohnmacht“, bei den anderen in dem Streben, an anderer Stelle das Gefühl der Macht wiederzuentdecken. Dies gelingt ihnen aber nur, wenn sie Schwächere finden… Und hier schließt sich der Kreis.

In letzter Konsequenz führt ein solches System zu einem Zustand, wie er in den Klassikern der Dystopie bereits vorweggenommen wurde. Ein Staat, bestehend aus Denunzianten, nach etwas Macht strebenden Duckmäusern, Tyrannen, Hilflosen… Wer glaubt, ich übertreibe, der soll mal einen Tag lang mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt gehen. Dort wird er dann auf den Busfahrer treffen, der ihm verbietet, mit Kinderwagen durch die vordere Tür einzusteigen, auf den Türsteher, der ihm verbietet, die Disko zu betreten und neuerdings auch auf den Sozialfahnder, auch jetzt mal was zu sagen haben will. Der Aufschrei in der Bevölkerung war meines Erachtens nicht deswegen so groß, weil Sat1 eine Doku-Soap zeigt, in der Jagd aud Sozialschmarotzer gemacht wird – denn die will keiner von uns mitfinanzieren -, sondern weil die Sozialfahnder plötzlich etwas dürfen, was sie vorher nicht durften – nämlich richten! Carin Pawlak hat es daher in meinen Augen richtig auf dem Punkt gebracht:

In Berlin-Reinickendorf habe ich für eine FOCUS-Reportage eine Sozialfahnderin eine Woche lang begleitet. Die erste Regel für die Arbeiter vom Amt lautet: Jede persönliche Bemerkung ist zu unterdrücken. Der Sozialfahnder hat zu prüfen, nicht zu richten.

Und wer richtet, hat Macht. Und wer Macht hat, der nutzt sie auch. Irgendwann.

Leviathan war gestern. Heute wollen die Menschen selbst bestimmen. Laß ihnen ihren Freiraum, sonst schaffen sie ihn sich selbst. Im Zweifellsfall mit Gewalt!

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Kinogutschein zu verschenken!

22. August 2008 · 2 Kommentare

Diesen Gutschein erhält der Erste, der die beiden unten gestellten Aufgaben löst und mir seine Lösung bis Montag, den 25.08.2008 zusendet. Die Aufgaben sind dabei kaum schwerer zu lösen, als die auf 9Live. Also: Auf die Plätze, fertig, los!

1. Du must erraten, welcher Film mit den unten angegebenen Phrasen beschrieben wird.

2. Du must die unten angegebenen Phrasen aus dem Kauderwelschischen ins Hochdeutsche übersetzen:

- „tiefschwarze Hommage“

- „deutschen Multiplexe“

- „zerebrale Spektakel“

- „bisweilen fast prätentiös“

- „in jeder stilisierten Sequenz“

- „retrograden Amnesiethriller“

- „prominenteste Nemesis“

- „Als freies Radikal in einer ohnehin explosiven Versuchsanordnung“

- „anarchistischer Advokat des Chaos“

- „Trotz ihrer nihilistisch-beschwingten Punkattitüde erlangt die Figur dank Ledger eine Transzendenz, die sie dem konventionellen Kriminalplot entrückt“

- „Vom Dualismus der beiden Antagonisten lässt sich ebenso flott reden wie von ihrer fatalen Symbiose“

- „die existentialistische Haltung des zweifelnden Helden“ 

P.S.: Lieber Herr Kleingers,

es ist schön zu sehen, dass sie ein studierter Mann sind! Ich frage mich nur, ob ihre Leser das auch alle sind. Vor allem diejenigen, die sich den von ihnen rezensierten Film noch angucken wollen. Ich habe den Film selbst noch nicht gesehen, bin aber überzeugt davon, daß es an ihrer Filmkritik nichts auszusetzen gibt, die ist bestimmt zutreffend und gut – oder etwa doch nicht?

Ist sie vielleicht genauso nichtssagend und abgedroschen, wie die vieler ihrer Kollegen? Und deswegen in diesem Jargon verfasst? Versuchen sie etwa mit ihren Alliterationen, Antithesen und Asyndeta, ihren Bildern, Chiffren und Wortspielen, ihren Fremdwörtern und in pseudowissenschaftliches Gewand gekleideten Binsenweisheiten und Unsinnigkeiten [...] – versuchen sie etwa damit Eindruck zu schinden, um zu verschleiern, daß sie auch nicht mehr zu sagen haben, als die anderen Rezensenten? Haben sie es unter Umständen sogar darauf abgesehen, in einem möglichen zweiten Teil von Eleganter Unsinn direkt als erster namentlich erwähnt zu werden?

Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen großen Schritt in die richtige Richtung getan. Falls nicht, dann würde ich mir gerne erlauben, ihnen einen Tipp zu geben: Sie sollten darauf achten, daß sie erkennen, wer der Adressat ihrer geistigen Ergüsse ist. Anderswo werden Leute wie sie gefeiert, die nichts oder wenig zu sagen haben, dies aber so wundervoll in eine pseudo-intellektuelle und -wissenschaftliche Sprache verpacken können, daß einem nichts anderes übrigbleibt, als ihren Beitrag zu beklatschen – und zwar deswegen, weil man nichts verstanden hat und glaubt, das läge an der eigenen Unwissenheit. Wieder anderswo gibt man sich die größte Mühe, das, was man zu sagen hat, in möglichst vielen Fremd- und Fachwörtern zum Ausdruck zu bringen, um sich einen elitären Anstrich zu verpassen.

Mir leuchtet ja ein und ich sehe es genauso, daß Fachsprache nötig ist – wenn ich ein Fachpublikum anspreche! Aber doch nicht bei der Rezension eines Batman-Films auf Spiegel-Online! Ich entnehme daher ihrem Fazit zum Film eine Bewertung, die ich gerne als Fazit unter ihren (bzw. meinen) Artikel setzen möchte: “bleischwer erzählt“.

P.S.S.: Der Artikel von Herrn Kleingers hat mich auf eine Idee gebracht. Wer hätte Lust, mit mir ein (Online-)Wörterbuch für Aufschneider, Hochstapler und Klugscheißer zu verfassen? Ihr schickt mir einfach ein leichverständliches hochdeutsches Wort zusammen mit seiner „Übersetzung“, und ich veröffentliche es hier auf dem Blog in alphabetischer Reihenfolge. Wer dann mal ein Wort benötigt, das ihm in der „Normalform“ zu schnöde ist, der guckt hier nach, ob er ein dazu passendes à-la-Kleingers-Wort findet…

Ich fang mal ganz spontan und unsortiert an:

überflüssig – redundant

feststellen – konstatieren

ungefähr – grosso modo

kurz (in wenigen Worten) – in nuce

veraltet, ungebräuchlich – obsolet

undurchsichtig – opak

wechseln – changieren

mit Unterbrechung erfolgend – intermittierend

sammeln (speichern) – akkumulieren

ansteckend (giftig) – virulent

heilig (göttlich) - numinos

sympathetisch – mitfühlend

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