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Rat-Tatoui

19. August 2008 · Kommentar schreiben

Was hat man hierzulande nicht lauthals geschimpft, als SPD-Senator Thilo Sarrazin den Verbrauchern, die unter den steigenden Energiepreisen leiden, riet, die Temperaturen in ihren Zimmern zu drosseln und sich dicke Pullover anzuziehen.

Nicht auszumalen was passiert wäre, wenn er den Leuten, die sich über die hohen Lebensmittelpreise beschweren, vorgeschlagen hätte, einfach Ratten zu essen! Immerhin: In Berlin leben schätzungsweise 3-6 Millionen Ratten. Bei einer Einwohnerzahl von knapp 3.5 Millionen Menschen, entfiele auf jeden Berliner eine Ratte. Ein kleiner Snack für jeden und die Stadt ist sauber. Prima Sache! Tolle Lösung! Positiver Nebeneffekt: Mögliche, durch Ratten verursachte Schäden könnten so vermieden werden. Erfolg auf ganzer Linie!

Bei einem solchen Vorstoß würde Herrn Sarrazin dann bestimmt Zuspruch von Bihars Sozialminister Jitan Ram Manjhi bekommen. Aus dessen Sozialministerium verlautete nämlich:

„Der Verzehr von Ratten verhindert zum einen, dass die Ratten die Getreidevorräte fressen, zum anderen wird weniger Getreide verbraucht.“

und weiter:

Rattenfleisch ist eine gesunde Alternative zu teurem Getreide und Reis.

Von der Pest zu den Borrelien – was soll’s. Stört doch heute eh keinen mehr. Ob ich mir nun eine Ratte brate und danach den Abgang mache oder mir Pommes inklusive Glycidamid reinschmeiße, macht doch keinen Unterschied, oder? Nach all den Nahrungsirrtümern, denen ich jahrelang aufgesessen bin, esse ich nun ohnehin nur noch das, was mir schmeckt! Und wenn’s sein muß, dann auch das, was meine Frau kocht…

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Wirklich, wirklich, wirklich…

19. August 2008 · Kommentar schreiben

nur etwas fuer ECHTE George Orwell-Fans!

Die Organization The Orwell Prize veröffentlicht Tagebucheinträge von George Orwell aus den Jahren 1938 bis 1942. Da die Einträge erkennbar schon ein wenig alt sind (und man ja eigentlich auch schon vorher weiß, daß der Autor 8 Jahre später stirbt), soll das Projekt

den Kick des Aktuellen mit auf den Weg bekommen, indem an jedem Tag derjenige Eintrag ins Netz gestellt wird, der akkurat siebzig Jahre vorher aufgeschrieben worden ist. [...] In „real time“ könne man verfolgen, was Orwell jeweils zu den Fragen des Tages denke.

Tolle Idee! Schauen wir doch mal nach, was der Mann, der seinem Farm-Bewohner Boxer mein Lebensmotto in den Mund gelegt hat („Ich will und werde noch härter arbeiten!“), so zu der Frage (welcher Frage eigentlich??) des heutigen Tages denkt:

Ref, the stacks in the cornfield. Actually the area under wheat & barley was about the same, & the crop makes 4 stacks, 2 of 30’ x 18’ x 24’ (high) & 2 of 18’ x 15’ x 20 (high.) This works out at about 28, 000 cubic feet of stack for 22 acres. Yesterday fine and rather windy. A fair number of ripe blackberries. Elderberries changing colour rapidly. Hazel nuts almost fully formed. Valerian & mulleins over. For improving finish of cement.

Prima! Vielleicht stellen wir noch schnell die Frage von vorgestern, denn gestern vor 70 Jahren hat sich Orwell offenbar keine Fragen gestellt…:

Warm & fine, rather windy.

The barley from the 22-acre field is not stacked yet, but the wheat is stacked & makes two stacks measuring so far as I can judge it 30’ by 18’ x 24’ (high) & 18’ x 15’ x 20 (high). If these estimates are correct, this works out at 14, 040 cubic feet of stack for about 14 acres of ground. Allowing 1 ton per acre, it seems 1000 cubic feet of stack represent a ton of grain. NB. To check when the whole field is stacked.

Catmint, peppermint & tansies full out. Ragwort & willow-herb going to seed. A few ripe blackberries. Elder-berries beginning to turn purple.

Oak planks etc. made from the boughs instead of the trunk is known as bastard oak & is somewhat cheaper.

Disused railway sleepers here sold off at £1 = 1 = 0 10cwt. This probably works out at about 1/- each, ie. 2d a foot.

Sagenhaft! Jetzt brauche ich keinen mehr von diesen komischen Abreisskalendern, mit den dämlichen Sprüchen, Weisheiten und Bauernregeln. Ich habe ja nun Orwells Einsichten von vor 70 Jahren.

 

Bei aller Liebe: Vielleicht merkt der eine oder andere hieran, daß auch im Zeitalter von Sozialen Netzwerken, Blogs und Youporn einige Dinge privat sind, als privat gedacht waren und privat bleiben sollten. Für Literaturwissenschaftler und Biographen mit Sicherheit eine (längst bekannte und zugängliche) Bereicherung für ihre Studien, als Projekt ohne echte Angabe von Gründen oder Nutzen und als bloße Quelle für sinnlose Verlinkungen: eine Qual! 

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Wirklich, wirklich, wirklich…

19. August 2008 · Kommentar schreiben

nur etwas für ECHTE U2-Fans!

Angeblich hat ein Passant, der völlig ahnungslos am Haus von Bono vorbeilief, plötzlich dessen Gegrölle Stimme aus den Fenstern des Hauses dröhnen gehört. Schneller als James Bond jemals auf eine gefährliche Situation reagieren könnte, hat der Typ bemerkt, daß es sich hierbei nicht einfach um x-beliebilige Lieder von U2 handelte, sondern um bisher unveröffentlichtes Material, genauer: um Lieder von der angeblich mit Spannung erwarteten neuen CD von U2 (die wohl “No Line On The Horizon“ heißen wird).

Der Legende nach hat er dann schnell „Aufzeichnungen der Lieder angefertigt“ und bei YouTube bzw. seiner Homepage veröffentlicht…

Ja! Und neulich wurde Bigfoot entdeckt…

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Des Marek zweitliebstes Kind

19. August 2008 · 2 Kommentare

Ich mag Autos. Sehr. Auch gern die schnellen, lauten, spritverschlingenden. Oder vielleicht gerade die.

Jedenfalls: Vorhin lese ich in der FTD die Schlagzeile

Mercedes F 700 – der fliegende Teppich

und weiter

Wenn so die Zukunft des Autofahrens aussieht, muss einem nicht bange werden: Zwei Türen schwingen sanft auf, die aktive Federung hebt den Wagen zum bequemen Einstieg leicht an. Man gleitet in den körperbetonten Sessel des Passagierabteils, in dem man seinem Nachbarn schräg gegenüber sitzt. Eine edle, aber gemütliche Landschaft aus Leder und Kork-Zierleisten breitet sich vor den Fahrgästen aus. Eine Konsole trennt die beiden elektrisch verstellbaren Sitze voneinander.

Vor dem zweiten Sitz befindet sich ein großer 3D-Bildschirm. Die Fernbedienung dafür klemmt magnetisch an der Deckenkonsole. Das ist die Daimler-Welt von morgen – zumindest eine Vision davon.

… und denke, guckste dir diesen fliegenden Teppich doch mal an. Und was soll ich sagen: HÄSSLICH! Flickenteppich!

 

Technik mag ja o.k. sein, aber mit so einem Auto darfst du ja niemals an irgendeinem Schaufenster vorbeifahren, in dem sich das Auto spiegelt, sonst ist der Kauf schneller bereut, als das Auto von 0 auf 100 sprintet!

Abgesehen davon: Wer braucht schon Limousinen? Die sind doch was für die „Ich-lasse-fahren“- und nicht „Ich-fahre-selbst“-Fraktion!

Wenn’s denn unbedingt ein größeres Auto sein muss, geht mein Trend daher eher zum CS von BMW, einem feinen kleinen Coupé-Viertürer… (leider stört der sachlich-nüchterne Kommentar ein bisschen…)

 

Naja, und für wen es gleich Porsche sein muß… Bitteschön! Der Panamera kann sich doch auch sehen lassen:

www.sellmyride.ca

www.planetagadget.com

So, nun ist aber Schluß mit der Träumerei! :-D

Update: Am 12. September kommt der Porsche Panamera auf den Markt. Und so wird er aussehen.

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