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Fremdwort Zivilcourage

1. August 2008 · Kommentar schreiben

Man stelle sich vor, man liest ein Buch vom Horror-Spezialisten Stephen King. In diesem Buch beschreibt er, wie ein Passagierbus in Kanada auf seinem Weg von Edmonton nach Winniped zum Schauplatz eines entsetzlichen Verbrechens wird.

Während viele der 37 Buspassagiere schlafen, unter ihnen ein 22-jähriger Mann, sticht plötzlich der Sitznachbar des jungen Mannes auf ihn ein. Kühl und ruhig wie ein Roboter sticht er 40-50 Mal zu, in den Hals, Brustkorb, den gesamten Oberkörper. Ein Schrei wie eine Mischung aus Hundegeheul und weinendem Baby schrillt durch den Bus und weckt alle Passagiere.

Aus Angst, dass ihnen auch etwas Schreckliches angetan werden könnte, flüchten alle Passagiere, wie es ihnen der kaltblütige Killer befiehlt,  aus dem Bus. Dann legt er sein Opfer auf den Boden und trennt ihm den Kopf ab. Mit diesem geht er dann zur Eingangstür des Busses, die von den Passagieren zugehalten wird, damit der Wahnsinnige nicht fliehen kann, und präsentiert ihnen den abgetrennten Kopf.

Kurze Zeit später trifft die Polizei ein, die den Mörder nach langen Verhandlungen schließlich festnehmen kann.

O.K., wird man dann wohl sagen. Kein sehr gutes Buch des Meisters. Zu abgestanden die Story eines verrückten Killers. Zu viele Elemente eines Splatter-Films. Zu unrealistisch. 37 Passagiere im Bus und keiner hilft? Alle rennen sie vor EINEM Mann mit einem Messer weg? Unglaubwürdig!

Man denke sich Stephen King weg und die Geschichte wird zur Realität! Ich stelle mir in letzter Zeit immer häufiger die Frage, ob eigentlich Gewaltfilme die Vorlage für solche Verbrechen liefern, oder solche Verbrechen in den Filmen nur verarbeitet werden.

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Sensationsmeldung!

1. August 2008 · Kommentar schreiben

Zuerst habe ich gedacht, die Sensation sei, dass Wasser auf dem Mars entdeckt wurde. Doch dann habe ich den kurzen Artikel etwas genauer gelesen und eine weitere, viel größere Sensation entdeckt.

NASA bestätigt Entdeckung von Wasser auf dem Mars

Washington (dpa) – US-Wissenschaftler haben den Beweis erbracht, dass es Wasser auf dem Planeten Mars gibt. Das teilten Forscher der US-Welttraumbehörde NASA nach der Untersuchung von Bodenproben im Labor der Marssonde Phoenix mit. Wasser gilt als eine Voraussetzung für einfachste Formen organischen Lebens. Der Roboterarm von Phoenix hatte die gefrorene Bodenprobe am Nordpol des Roten Planeten gesammelt. Sie sei dann im Ofen des Labors erhitzt worden. Dabei sei Wasserdampf entstanden, sagten die Wissenschaftler.

(via: Focus)

Das bedeutet also, wir können bald anfangen, zuerst die Knastis, RTL II-Gucker und 9Live-Berufsabzocker umzusiedeln, und dann die nächsteinfacheren Formen organischen Lebens hinterherzuschicken. Wahrlich eine Sensationsmeldung!

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Abwesenheitsnotiz

1. August 2008 · Kommentar schreiben

Vielleicht ist es ja jemandem aufgefallen. Gestern habe ich nicht gebloggt. Nicht, dass es nichts zu bloggen gegeben hätte. Ich hatte einfach keine Zeit. Ich musste nämlich eine Rede vor dem Weißen Haus in Washington halten. Ich will nämlich irgendwann Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland werden und habe gedacht, es wäre vielleicht ein kluger Schachzug, jetzt schon ein wenig die Werbetrommel für mich zu rühren. Auch wenn ich in Deutschland noch nicht offiziell für das Amt nominiert wurde. Und obwohl man mir in Deutschland deswegen Vorwürfe macht, weil ich mich lieber mit den kriecherischen Amerikanern abgebe, als die in Köln-Wahn zum Wehrdienst gezwungenen Zivildienstleistenden zu besuchen. Aber diese Vorwürfe werden einem ja immer gemacht. Mit denen musste sich auch schon der designierte Präsident der USA, Barack Osama bin Laden herumschlagen. Aber ich stehe dazu. Die Welt kann nur funktionieren, wenn sie weiß, welchen Weg  Deutschland politisch in Zukunft einschlagen wird. Das haben die Amerikaner von mir zwar noch nicht erfahren, aber da ich ein Weißer bin, stehen die Chancen gut, dass sie mir einfach vertrauen. Zumindest hatte ich den Eindruck, als ich am Ende meine Rede die Worte sprach: Let’s remake the USA again!

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