Habe gerade gelesen, dass das Rauchverbot in kleineren Kneipen und in Diskotheken in Berlin und Baden-Württemberg von den Richtern des Bundesverfassungsgerichts vorerst aufgehoben wurde.
Schade. Bin Nicht-Raucher und freue mich über die Qualm-Freiheit. Bevor ich hier aber eine Diskussion pro oder contra Rauchverbot los trete, sag ich lieber schnell, dass ich nur einen Kalauer anbringen wollte, der schon so lange irgendwo in den Tiefen meiner Festplatte auf seine Freilassung wartet. Tatarata, hier ist er:
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht die Welt wieder einmal vor dem Abgrund. Nach Malaria, Typhus und Cholera droht der Menschheit nun wieder einmal der Untergang – diesmal durch die totbringenden Pollen der Ambrosia Artemisiifolia!
Doch Rettung naht! Es gibt eine Gruppe von Menschen, die sich nicht davor fürchten, sich diesem grünen Teufel entgegenzustellen, das Übel bei der Wurzel zu packen und auszumerzen: Die 1-Euro-Jobber!
Sie sind die einzige Hoffnung, die die Menschheit noch hat! Sie begeben sich für uns in die größten Gefahren (wobei aber auch die Mutigsten von ihnen respektvoll vor Gleisanlagen und Privatgrundstücken zurückweichen), um unser Überleben zu sichern!
Also mal ehrlich: Die bei der Zeit scheinen doch nicht mehr alle am Zeiger zu haben! Anstatt zu schreiben, dass man endlich einen Weg gefunden hat, wie man 1-Euro-Jobber etwas Sinnvolles tun lassen kann, indem man sie das für Allergiker sehr gefährliche Beifußblättrige Traubenkraut suchen und vernichten lässt, schreiben die einen panischen Weltuntergangsartikel, der dem meinigen in nichts nachsteht. Seit mindestens 2 Jahren ist bekannt, dass sich diese Pflanze auch in Deutschland vermehrt ausbreitet und jetzt wird plötzlich die Erderwärmung, die für alles neuentdeckte Schlechte und Böse herhalten muss, dafür verantwortlich gemacht.
Ich bin irritiert. Habe diesen Artikel über die Ex-RAF-Terroristin Birgit Hogefeld gelesen und mich gefragt, ob der Frau nicht zu viel Ehre zuteil wird, wenn man sie Ex-RAF-Terroristin nennt. Immerhin sitzt sie doch in Haft, weil sie eine Terroristin ist. Ich bin irritiert. Noch irritierter wäre ich, wenn sie zudem aus der Ex-DDR stammen würde…
Ich sage voraus, dass in den nächsten Jahren das in Malaysia beheimatete Spitzhörnchen zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten gehören wird.
Der Grund dafür ist der, dass diese possierlichen Tierchen, wären es Menschen, saufen könnten wie Engländer, anschliessend aber immernoch nüchterner wären als Harald Juhnke nach einem Entzug.
Man hat herausgefunden, dass die Spitzhörnchen mehr als zwei Stunden pro Nacht einen zu Alkohol fermentierten Blütennektar schlürfen, der bis zu 3,8 Prozent Alkohol enthält. In dem Artikel steht nichts darüber, wie die Leber der Tierchen das mitmacht, aber dafür etwas sehr Entscheidendes für uns Primaten.
Bislang sei man davon ausgegangen, dass die Menschheit und ihre Ahnen vor der Erfindung des Bieres vor etwa 9000 Jahren entweder gar nicht an Alkohol gewöhnt waren oder nur an sehr geringe Dosen in überreifen Früchten. Die Untersuchung zeige hingegen, dass ein regelmäßiger hoher Alkoholkonsum schon sehr früh in der Evolution der Primaten vorkam.
Nun denn, ich denke der Mensch wird die Viecher sezieren um herauszufinden, wie er in Zukunft saufen kann, ohne anschließend mit dem Taxi nach Hause fahren oder nach Ausreden für seine Seitensprünge suchen zu müssen.
Seit ich diesen Blog hier betreibe, lese ich noch mehr Online-Nachrichten als vorher. Dabei habe ich ganz klar meine Favoriten. Seiten, die mir gefallen, weil die Artikel gut recherchiert, geschrieben und dargestellt sind. Letzteres sagt zwar nichts über die beiden ersten Kriterien aus, entscheidet aber oft darüber, ob ich länger auf einer Seite verweile, oder kürzer.
Was diesen Punkt betrifft, gehört der Tagesspiegel ganz klar NICHT zu meinen Favoriten! Warum das so ist, kann jeder sehen, der die Seite aufruft.
Das Layout der Startseite ist völlig katastrophal! Unruhig, überfrachtet, unübersichtlich, unsortiert, unaufgeräumt. Eine „un“-Seite! Oft ist nicht klar erkennbar, welches Foto zu welchem Artikel gehört; die Schriftgröße variiert und ist stellenweise viel zu klein; die unterschiedlichen Ressorts werden in verschiedener Form dargestellt und oft mit Werbung vermengt; das Ressort „Heute auf Tagesspiegel.de“ hat weniger Charme und Übersichtlichkeit als die Inserate in der Annonce.
Mir fehlt das nötige Fachvokabular, um die Dinge richtig benennen zu können. Aber es sollte deutlich geworden sein, worauf ich hinaus will: Ein „Relaunch“ muss her!
Kennt einer von euch die Seite und findet sie gut?
Ich hatte doch erst letzten Freitag über ein Unternehmen geschrieben, das eine supitolle Software entwickelt hat. Mit dieser kann es anhand von aus Fotos gewonnen, biometrischen Daten Bilder von Personen im Internet auffinden.
Und ich hatte an gleicher Stelle auch schon angemerkt, dass das FBI sicher auch gern so eine Software hätte. Mit der hätte man dann nicht nur den Kanu-Mann entdeckt sondern vielleicht auch diese Viecher…
Seien wir mal ehrlich: Kein Mensch glaubt noch daran, dass es sich bei allen Athletinnen aus dem Ostblock wirklich um Frauen handelt, es bei der Tour de France nicht eigentlich darum geht, den besten EPO-Arzt zu küren und die schlechten Wetterbedingungen schuld daran waren, dass ein Sprinter nicht früher schon mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10,29 m/s über die Tartanbahn preschte.
Und nun das! Dara Torres, 41 Jahre alt, Mutter einer Tochter – schwimmt bei den Olympischen Spielen in Peking in der Mannschaft der Hochleistungsroboter der USA. Sie krault mal eben die 50 Meter Freistil und in zwei USA-Staffeln mit. Und wie schafft sie das so locker flockig?
Dara Torres macht das ausgeklügelte Training mit ihrem deutschen Coach Michael Lohberg, eine revolutionäre Stretchingmethode und rigorose Ernährungsprinzipien für ihre wundersamen Leistungen verantwortlich.
Es gibt immer zwei Sichtweisen auf eine Sache: die eine und die andere. Im Falle eines Mobilfunkanbieters aus den USA sehen die beiden Sichtweisen wie folgt aus: Smartes Unternehmen, das dem Kunden Sand in der Wüste andrehen könnte und tolldreistes Unternehmen, das den Kunden für blöd verkauft. Zu welcher Sichtweise man sich entschließt, hängt in diesem Fall maßgeblich davon ab, ob man weiss, dass es die von der Firma angebotene Dienstleistung auch umsonst gibt. Ich wusste es nicht.
Worum geht es? Eine Firma bietet seinen Kunden die Möglichkeit, auf Wunsch deren Anrufe direkt an die Mailbox der angerufenen Personen weiterzuleiten. Vorteil: Wenn man keine Lust hat, sich von Mutti wieder stundenlang detailierte Berichte über Vatis Prostatabeschwerden anzuhören oder wenn man nicht den Mumm hat, seinem Partner den Seitensprung persönlich zu verklickern oder wenn man ein Geizhals ist und lieber zurückgerufen wird, um Kosten zu sparen oder wenn man… – dann hinterlässt man einfach eine Nachricht auf der Mailbox. Und tut so, als hätte man angerufen und niemanden erreicht. Netter Service. Hätte ich bestimmt schon mal benutzt, wenn ich von ihm gewusst hätte.
Und was soll der Spaß kosten? Wenn der Anruf-Faker 10 Sekunden Werbung über sich ergehen lässt, bevor er zur Mailbox durchgestellt wird, dann ist der Dienst kostenfrei. Ansonsten kostet er in der Premium-Variante 15 Cent pro Anruf oder 4,95 Dollar pro Monat als Flatrate.
So. Und jetzt kommt’s! Eigentlich steht dieser Dienst jedem Kunden KOSTENFREI zur Verfügung. Man muss es eben nur wissen. Und da bekanntlich alles erlaubt ist, was nicht verboten ist, verdient die Firma eben auf Kosten der Unwissenden. Und ob sie nun smart ist oder tolldreist – entscheidet selbst!
Für alle, die es interessiert, hier noch der Hinweis, wie es funktioniert:
D1 / T-Mobile
Zwischen Vorwahl (zum Beispiel 0151) und Nummer „13″ wählen, also zum Beispiel 0151 13 1234567, um bei dem Anschluss 0151 1234567 direkt auf die Mailbox zu kommen, auch wenn das Mobiltelefon eingeschaltet und eingebucht ist.
D2 / Vodafone
Zwischen Vorwahl (zum Beispiel 0173) und Nummer „50″ wählen, also zum Beispiel 0173 50 1234567, um bei dem Anschluss 0173 1234567 direkt auf die Mailbox zu kommen, auch wenn das Mobiltelefon eingeschaltet und eingebucht ist.
E1 / E-Plus, Base
Zwischen Vorwahl (zum Beispiel 0177) und Nummer „99″ wählen, also zum Beispiel 0177 99 1234567, um bei dem Anschluss 0177 1234567 direkt auf die Mailbox zu kommen, auch wenn das Mobiltelefon eingeschaltet und eingebucht ist.
E2 / 02
Zwischen Vorwahl (zum Beispiel 0179) und Nummer „33″ wählen, also zum Beispiel 0179 33 1234567, um bei dem Anschluss 0179 1234567 direkt auf die Mailbox zu kommen, auch wenn das Mobiltelefon eingeschaltet und eingebucht ist.
Die IHK hat mir als Unternehmensgründer Subventionen bewilligt. Immerhin 1000 Euro. Da kann man nicht meckern. Dafür musste ich zu Beginn der Gründung mit dem Unternehmensberater bei der IHK vorsprechen und sollte dann innerhalb einer Frist einen Tätigkeitsnachweis, die Mittelanforderung und noch ein paar andere kleinere Nachweise und Formblätter einreichen. Alles kein Problem.
Das Problem tauchte erst letzten Freitag auf und hört auf den Namen DHL. Da ich sichergehen wollte, dass die Unterlagen 1. überhaupt und 2. fristgerecht bei der IHK ankommen, habe ich sie als „Express-Brief“ mit DHL abgeschickt. Für satte 9 Euro! Er sollte am nächsten Tag, also Samstag, dort ankommen und nur gegen Unterschrift des Empfängers übergeben werden. Soweit die Theorie.
Heute ist Dienstag. Die Frist endet heute. Der Brief ist weg. Verschwunden. Am Montag habe ich bei DHL angerufen. Dort lautete die Auskunft, der Fahrer habe laut Computersystem den Brief, da er am Samstag niemanden antraf, in einen Briefkasten gesteckt. Briefkasten. Dass er sich vom Briefkasten den Erhalt nicht hat quittieren lassen können, ist wohl klar. Dass ich bei DHL von Pontius nach Pilatus weiterverbunden wurde, auch. Und auch, dass ich für die angefallenen Telefonkosten selbst aufkommen muss. Denn natürlich hat mich niemand zurückgerufen, obwohl man dies fest zugesagt hatte. Bis spätestens 15 Uhr. Das war gestern.
Heute rufe ich wieder an. Der Fahrer konnte noch nicht befragt werden; sie sind bei mir falsch; ich werde es weiterleiten; bitte schreien sie nicht so, ich kann doch nichts dafür; lassen sie mich bitte auch ausreden; wir melden uns…
Es gibt Tage, an denen merkt man schon bei Aufstehen, dass man irgendwie schräg drauf ist. Und bleiben wird. Bei mir ist heute so ein Tag. Irgendwie sind mir heute Dinge, die mich eigentlich nie stören, auf den Zeiger gegangen. Wenn „0″ die normale Toleranz ist und „10″ ein cholerischer Anfall mit Herzinfarktrisiko, dann hatte ich heute schon die „4″, die „6″ und die „7″. Tja, so kann’s gehen. Und plötzlich greift man zum Baseballschläger
oder zur Knarre
und mäht alles nieder.
Ich erkläre den Dienstag daher offiziell zum Tag des Nörgelns, Moserns, Zeterns, Dampfablassens und was es sonst noch so für schöne Umschreibungen für dieses befreiende Gefühl gibt, das sich einstellt, wenn man mal ohne Umschweife und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen sagt, was man zu sagen hat.
Jeder, der etwas zu meckern hat, kann dies ab sofort hier tun. Veröffentlicht werden die Aufreger immer dienstags.
(P.S.: Sollte es jemand wagen, sich über meinen Blog zu beschweren, dem schicke ich William Foster vorbei!)